Javanischer Reisfisch: Oryzias javanicus
Der Javanische Reisfisch (Oryzias javanicus) ist eine zierliche, vielseitige Art aus Südostasien — berühmt für schimmernde blaue Augen und das Gedeihen in Süß- und Brackwasser.

Der Javanische Reisfisch (Oryzias javanicus) zeigt die Anpassungsfähigkeit südostasiatischen Süßwasserlebens. Schönheit in zarter Irisierung und leuchtend blauen Augen. Robuster „Nanofisch“ — bepflanztes Süßwasseraquascape oder Brackwasser-Biotop. Faszinierend: Die Weibchen tragen nach dem Laich den befruchteten Eiklumpen stundenlang an den Afteröffnungen, bevor sie ihn an Pflanzen abreiben.
Friedlich, gesellig, ständig aktiv an der Oberfläche. Ideal für pflegeleichte, wissenschaftlich interessante Arten mit breitem Toleranzspektrum.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Oryzias javanicus ist weit verbreitet in Südostasien — Thailand, Malaysia, Singapur, Indonesien (Java, Sumatra). Euryhalin — breite Salinitätstoleranz. Küstengräben, Mangroven, Reisfelder, langsame Flüsse. Flache, sonnige Gewässer mit Oberflächenpflanzen und schlammigem oder sandigem, organikreichem Boden.
Pflegeanforderungen
Eine der pflegeleichtesten Arten — kleine Becken geeignet. Mindestens 40 Liter (10 Gallons) für einen Schwarm.
Außergewöhnlich anpassungsfähig: pH 6,5–8,5, 20–28 °C (68–82 °F). Reines Süßwasser möglich; etwas Meersalz (Brackwasser) kann Vitalität und Farbe steigern — nicht zwingend. Dicht bepflanzt mit Schwimmpflanzen wie Wassersalat oder Salvinia. Sanfte Strömung, offene Schwimmzone und schattige Rückzüge.
Ernährung & Fütterung
Vielseitige Allesfresser. In der Natur kleine Wirbellose, Larven, feine Algen.
In Gefangenschaft begeisterte Fresser:
- Zerdrückte Flocken und Mikropellets.
- Lebend- oder Frostfutter: Artemia-Nauplien, Daphnien, Cyclops.
- Kleine Mäuler — feine Partikel.
- Tipp: Oberflächenfresser — schwimmendes Futter am effektivsten.
Verhalten & Temperament
Friedlich und sehr gesellig — Schwarm ab 6. Fast die ganze Zeit im oberen Drittel — gute „Dither“-Fische. Wenig stressanfällig, interaktiv bei Fütterung. Legendär robust; outdoor in wärmeren Klimazonen in „Medaka“-Wannen möglich.
Mitbewohner
Klein und friedlich:
- Andere Reisfisch-Arten (Medaka)
- Kleine Rasboras und Tetras
- Garnelen (Neocaridina)
- Corydoras (kleinere Arten wie C. habrosus)
- Friedliche Brackwasser-Arten (in Brackwasser-Setup)
Keine großen Räuber oder ungestümen Arten.
Zucht
Bemerkenswert einfach — häufiges Anfängerprojekt. In gut ernährter Kolonie fast täglich Laich. Weibchen oft mit hellem Eiklumpen am Bauch — Ablage in feinblättrigen Pflanzen oder Moos. Schlupf nach 10–14 Tagen. Fry relativ groß — feines Fry-Futter oder Infra sofort.
Häufige Gesundheitsprobleme
Sehr widerstandsfähig. Hauptproblem: Schock bei drastischen Wasserwechseln in der Akklimatisierung. Springen bei Schreck — Deckel oder Schwimmpflanzendecke. Stabile, gut belüftete Umgebung und regelmäßige kleine Wasserwechsel — blaue Augen und aktive Persönlichkeit bleiben Highlight.


















