Afrikanischer Rotaugen-Salmler: Arnoldichthys spilopterus
Ein großer, wunderschön geschuppter Salmler mit großen Schuppen und rotem Auge. Ein beeindruckender Schwarmfisch.

Afrikanischer Rotaugen-Salmler
Der afrikanische Rotaugen-Salmler, wissenschaftlich Arnoldichthys spilopterus, ist ein lebhafter, optisch fesselnder Süßwasserfisch, der jedem Aquarium Farbe verleiht. Er stammt aus den langsam fließenden Gewässern Afrikas und wird typischerweise etwa 6–9 cm lang. Sein schimmernder silber- oder goldfarbener Körper mit dem markanten roten Auge macht ihn zu einem Favoriten für lebendige, vielfältige Becken.
Sein geselliges Wesen und seine Robustheit machen ihn für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Die Tiere leben im Schwarm und zeigen elegante Schwimmbilder. Ihre Anpassungsfähigkeit erlaubt viele passende Mitbewohner — ein schönes Highlight in Aquascapes mit charmantem Verhalten.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Der afrikanische Rotaugen-Salmler kommt aus Flüssen und Überschwemmungsseen Zentral- und Westafrikas, besonders in Kamerun, Gabun und der Republik Kongo. Die Habitate sind langsam fließend, reich an Laubstreu und Unterwasserpflanzen. Oft Schwarzwasser mit Tanninen, niedrigem pH und weichem Wasser. Diese Bedingungen nachzubilden ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.
Warmes Wasser zwischen 24°C und 28°C (75°F und 82°F) mit leicht saurem bis neutralem pH (6,0–7,2) entspricht der Heimat und reduziert Stress.
Haltungsanforderungen
Mindestens 75 Liter (20 Gallonen) für einen Schwarm von mindestens sechs Tieren — sie fühlen sich in Gruppen sicherer. Feiner Kies oder Sand als Substrat. Gedimmte LED-Beleuchtung oder Schwimmpflanzen simulieren die gedämpfte Naturbeleuchtung.
Temperatur 24°C–28°C, pH 6,0–7,2, Weichheit 2–15 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel und Kontrolle — Ammoniak und Nitrit null, Nitrat niedrig halten.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser: hochwertige Flocken, Granulate und Pellets als Basis. Ergänze mit Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Daphnien oder Blutwürmern für Farbe und Vitalität. Mindestens zweimal täglich füttern, Portionen in wenigen Minuten verzehrt.
Abwechslungsreiche Ernährung verhindert Mangelerscheinungen und fördert aktives, leuchtendes Verhalten.
Verhalten & Temperament
Friedlich und gesellig — ideal für Gemeinschaftsbecken. Schwarmfisch: mindestens sechs halten. Sie nutzen mittlere bis obere Zonen, schwimmen aktiv und interagieren spielerisch.
Leichte Territorialität kann bei Laich oder Enge auftreten. Meide zu aggressive oder viel größere Fische. Genug Schwimmraum und Verstecke fördern Komfort.
Mitbewohner
Passende Arten mit ähnlichen Wasserwerten: Guppys, Neonsalmler, Pygmäen-Panzerwelse, Rasboras. Bodenbewohner wie Otocinclus und kleine Welse harmonieren, da sie andere Zonen nutzen.
Meide größere oder aggressive Arten wie Buntbarsche, Kampffische oder große Barben. Neue Arten langsam einsetzen und Beobachtung.
Zucht
Für Laich ein separates Becken mit weichem, leicht saurem Wasser und feinblättrigen Pflanzen oder Laichmopps. Temperatur etwa 25°C–27°C (78°F–80°F).
Männchen zeigen Balz mit leuchtenden Farben. Weibchen verstreuen bis zu 200 Eier im Bewuchs — Eltern danach entfernen. Schlupf nach 24–48 Stunden, freischwimmende Larven nach wenigen Tagen mit Infusorien oder fein zerriebener Flockennahrung füttern.
Häufige Gesundheitsprobleme
Generell robust, aber anfällig für Ich, Flossenfäule und Pilzinfektionen — oft bei Temperaturschwankungen oder schlechter Qualität. Stabile Werte und regelmäßige Pflege helfen.
Flossenfäule durch Stress oder Verletzungen in suboptimalen Becken — stressarmes Habitat mit Platz und sauberem Wasser ist wichtig. Bei Lethargie, Appetitlosigkeit oder Läsionen früh eingreifen. Regelmäßige Kontrolle, ausgewogene Ernährung und gute Wasserqualität mindern Risiken.


















