Aiptasia-fressender Feilenfisch
Der Aiptasia-fressende Feilenfisch (Acreichthys tomentosus) ist ein kleiner indopazifischer Rifffisch, berühmt fürs Fressen von Plage-Aiptasia-Anemonen — nützlich, aber korallenknabbernd.

Aiptasia-fressender Feilenfisch
Der Aiptasia-fressende Feilenfisch (Acreichthys tomentosus) — auch Borsten- oder Filz-Feilenfisch genannt — ist ein kleiner, tarnfähiger Rifffisch, bekannt für eine wertvolle Gewohnheit: Er frisst Aiptasia, die Plage-Anemonen vieler Riffbecken. Gefleckt in Grün- und Brauntönen, mit der Fähigkeit, Farbe und Hautstruktur schnell anzupassen, ist er ein unscheinbarer, aber wirklich nützlicher Teil einer Putztruppe.
Er ist jedoch kein perfekter Heiliger. Sobald die Aiptasia weg ist, kann dieser opportunistische Fresser Korallenpolypen und andere Wirbellose ins Visier nehmen — betrachte ihn daher eher als gezielten Schädlingsbekämpfer als als garantiert riffsicheren Bewohner.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Acreichthys tomentosus kommt im Indowestpazifik vor, von Sri Lanka über Indonesien und die Philippinen bis Tonga. Er lebt in flachen Korallenriffen, besonders in Seegraswiesen, in Tiefen von etwa 2 bis 15 Metern (6–49 Fuß). Seine Tarnung und langsamen, bedächtigen Bewegungen helfen ihm, Räuber zwischen Algen und Geröll zu entgehen.
Im Aquarium schätzt er Lebendgestein und etwas Schutz, idealerweise in einem ausgereiften System mit natürlicher Weide.
Haltungsanforderungen
Halte stabile Meerwasserbedingungen: Salinität um 1,024–1,026, pH 8,1–8,4 und eine Temperatur von etwa 24–26°C (75–79°F). Mit nur etwa 12 cm (4,7 Zoll) Länge reicht ein Becken ab rund 75 Litern (20 US-Gallonen). Er ist ein langsamer, friedlicher Fisch und sollte nicht mit aggressiven oder schnellen Mitbewohnern gehalten werden, die ihn beim Fressen übertrumpfen.
Ein ausgereiftes Becken mit natürlicher Mikrofauna unterstützt ihn zwischen den Fütterungen — und natürlich gibt ihm eine Aiptasia-Population sofort einen Zweck.
Ernährung & Fütterung
Dieser Feilenfisch ist ein Allesfresser und frisst kleine Wirbellose — Amphipoden, Polychaeten und Weichtiere — sowie Aiptasia-Anemonen, die er im Aquarium bereitwillig vertilgt. Weil er nicht allein von Aiptasia leben kann, ergänze die Ernährung mit gefrorenem Mysis und Artemia, fein gehacktem Meeresfrischfutter und hochwertigen Meeresfutter-Präparaten. Füttere regelmäßig, besonders wenn er das Becken von Schädlingen befreit hat, damit er nicht aus Hunger an Korallen knabbert.
Verhalten & Temperament
Der Aiptasia-fressende Feilenfisch ist friedlich und eher scheu, treibt langsam am Gestein umher und sucht Nahrung. Am besten hältst du ihn einzeln. Sein ruhiges Temperament macht ihn leicht mobbbar — wähle Mitbewohner sorgfältig und gib ihm ein entspanntes, stressarmes Umfeld.
Mitbewohner
Passende Begleiter sind friedliche Rifffische — Grundeln, kleinere Lippfische, Kardinalfische, Clownfische und Ähnliches — die ihn nicht belästigen. Meide aggressive oder aufdringliche Arten. Bei Wirbellosen ist Vorsicht geboten: Er zielt zwar auf Aiptasia, kann aber auch Korallenpolypen, Muschelmäntel und Ziergarnelen anknabbern — am besten in Becken mit robusten Korallen oder wenn Schädlingsbekämpfung Priorität hat.
Zucht
Acreichthys tomentosus wurde von engagierten Hobbyisten in Gefangenschaft gezüchtet; Paare legen Eier in Algen oder auf Substrat ab. Die Aufzucht der Jungtiere braucht passendes Kleinfutter und ist selten — die meisten Handelsexemplare stammen aus Wildfang.
Häufige Gesundheitsprobleme
Dieser Feilenfisch ist recht robust, kann aber wie alle Meeresfische von Meeres-Ich (Cryptocaryon irritans) und Meeres-Velvet (Amyloodinium ocellatum) betroffen sein, besonders bei Stress. Als langsamer Fresser verliert er leicht an Kondition, wenn er überfüttert wird — stelle sicher, dass er genug bekommt. Quarantäne neue Ankömmlinge, halte die Wasserqualität stabil und biete ein ruhiges Becken — dann verdient sich dieser charaktervolle Kleine seinen Platz gegen Aiptasia und bleibt ein interessanter Bewohner.


















