Amano-Garnele: Caridina multidentata
Die ultimative Algenfresser-Garnele. Nach Aquascaping-Legende Takashi Amano benannt — unermüdlicher Helfer im bepflanzten Aquarium.

Amano-Garnele
Die Amano-Garnele, wissenschaftlich Caridina multidentata, ist eine Süßwassergarnele mit außergewöhnlicher Algenfraßleistung. Aus Japan und Südostasien stammend, zeigt sie einen durchscheinenden Körper mit bläulichem Schimmer und Streifen am Rücken. Ihre grazile Bewegung und das Suchen am Boden machen sie zu einem Highlight — und sie hält das Becken sauber.
In stark bepflanzten Aquarien ist sie ein Klassiker: Detritus und Algen werden reduziert, Ästhetik und Ökologie gehen Hand in Hand.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Flüsse und Bäche Japans, Taiwans und der Ryūkyū-Inseln — klares, strömendes Wasser mit Vegetation. Substrat aus feinem Kies und Sand. Neutral bis leicht saures pH, reich an Verstecken und organischem Material.
Haltungsanforderungen
pH 6,5–7,5, Temperatur 20°C–25°C (68°F–77°F), Härte 3–10 °dGH. Mindestens 40 Liter (10 Gallonen) für stabile Bedingungen. Feiner Kies oder Sand schützt den empfindlichen Panzer.
Gut bepflanzt mit Moosen, Farnen und Java-Pflanzen — Verstecke und Biofilm als Nahrung. Mäßige bis schwache Beleuchtung, sanfte Filterung.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser: Garnele-Pellets, Flocken, Frost- oder Lebendfutter wie Artemia und Daphnien. Blanchiertes Gemüse (Zucchini, Spinat, Karotten) unterstützt die Verdauung. Kleine Portionen über den Tag — nicht groß auf einmal füttern.
Verhalten & Temperament
Friedlich, oft in Gruppen am Substrat und in der Mitte unterwegs. Nicht Schwarmfisch im engeren Sinn, aber Gesellschaft der Art ist angenehm. Nicht territorial, kann aber vor großen oder aggressiven Fischen scheu sein — viele Verstecke helfen.
Mitbewohner
Friedliche kleine Fische: Neonsalmler, Guppys, Otocinclus, andere Wirbellose wie Schnecken und Red Cherry Garnelen. Meide große Buntbarsche, große Barben und Skalare — die können Garnelen fressen. Keine Flossenbeißer.
Zucht
In Gefangenschaft schwieriger als bei anderen Garnelen: Larvenstadium braucht Brackwasser (~1,005 Salzgehalt). Separates Zuchtbecken mit Filtration und Belüftung. Weibchen tragen Eier sichtbar; nach dem Schlupf Brackwasser und Infusorien/Mikroalgen, später Umstellung auf Süßwasser.
Häufige Gesundheitsprobleme
Häutungsprobleme bei Calciummangel oder Stress — Wasserqualität ist zentral. Hydras oder Planarien können auftreten. Regelmäßige Wasserwechsel, Quarantäne für Neuzugänge, calciumreiche Ernährung für erfolgreiche Häutungen.


















