Assassinen-Schnecke: Clea helena
Eine Schnecke, die andere Schnecken frisst. Die Assassinen-Schnecke ist die eleganteste Schädlingsbekämpfung der Aquaristik — ein gestreifter Jäger gegen unerwünschte Schneckenpopulationen.

Assassinen-Schnecke
Die Assassinen-Schnecke, wissenschaftlich Clea helena, überzeugt durch gelb-braune Spiralen und ihr räuberisches Verhalten — sie frisst vor allem Plage-Schnecken und weichteilige Wirbellose. Praktischer Nutzen und optisches Highlight zugleich.
Ihr Suchverhalten am Substrat macht das Becken lebendig; Haltung und Zucht sind vergleichsweise unkompliziert — für Anfänger und Erfahrene.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Südostasien — Thailand und Indonesien. Langsam fließende Flüsse und Bäche, flaches Wasser mit Vegetation. Leicht tanninhaltiges, leicht saueres bis neutrales Wasser; weicher sandiger oder schlammiger Boden mit Laub und Pflanzen.
Haltungsanforderungen
Temperatur 24°C bis 28°C, pH 6,5 bis 8,0, Härte 5 bis 15 dGH. Mindestens 40 Liter (10 Gallonen). Feiner Sand; mäßiges Licht; Java-Moos, Anubias; Verstecke aus Steinen oder Wurzelholz.
Ernährung & Fütterung
Fleischfresser: kleinere Schnecken und organisches Material. Ergänzend Flocken, sinkende Pellets, Blutwürmer, Artemia, Daphnien. Kalzium (zerstoßenes Korallengestein, Sepiaschale) für das Gehäuse.
Verhalten & Temperament
Friedlich gegenüber größeren Fischen; einzelgängerisch, nachtaktiv. Konkurrenz um Futter bei wenig Platz. Boden und auch höhere Flächen.
Mitbewohner
Guppys, Tetras, Rasboras; größere Garnelen (Cherry, Geister). Große aggressive Fische, Buntbarsche und Flossenbeißer meiden.
Zucht
Zweigeschlechtlich. Weibchen legen Eierklumpen oberhalb des Substrats an Dekor oder Pflanzen. Stabile Wasserwerte und Biofilm als Larvennahrung; längere Reifezeit als bei vielen Schnecken — Geduld nötig.
Häufige Gesundheitsprobleme
Gehäuserotte bei schlechter Wasserqualität; Stress durch abrupte Parameterwechsel. Nicht überfüttern — Futterreste im Substrat schaden allen Bewohnern.


















