Gefleckte Pyrrhulina: Pyrrhulina spilota
Ein schlanker, spritziger Verwandter der Salmler. Friedlich und für bepflanzte Becken geeignet.

Gefleckte Pyrrhulina
Die Gefleckte Pyrrhulina (Pyrrhulina spilota) ist eine bezaubernde Süßwasserfischart, die in der Aquaristik wegen ihrer auffälligen Optik und ihres faszinierenden Verhaltens beliebt ist. Diese kleine, farbenfrohe Art zeigt ein einzigartiges geflecktes Muster aus leuchtend gelben und orangefarbenen Flecken auf olivgrünem oder braunem Grund. Ihre irisierenden Schuppen schimmern im Licht und machen sie zu einem Highlight in Gemeinschaftsbecken, in denen sie ihr natürliches Verhalten entfalten kann.
Ihre Bedeutung geht über die Optik hinaus: aktives Schwarmverhalten bringt Leben ins Becken. Anpassungsfähigkeit und überschaubare Pflege machen sie für Einsteiger und Erfahrene geeignet. Gruppenhaltung spiegelt ihre soziale Struktur wider und fördert Harmonie unter Mitbewohnern sowie die Gesundheit des Ökosystems.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Gefleckte Pyrrhulina stammt aus den Gewässern Südamerikas, vor allem dem Amazonasbecken. Schwarzwasserflüsse, träge Bäche und Überschwemmungswälder prägen die Region. Weiches, saures, tanninhaltiges Wasser mit dichten Wurzeln und Pflanzen bietet Schutz und Fraßmöglichkeiten — wichtig für die Nachbildung im Aquarium.
Pflegeanforderungen
Idealer pH: 5,5 bis 7,0; Temperatur 23°C bis 27°C (74°F bis 80°F); Härte 2 bis 15 dGH. Mindestens 75 Liter (20 US-Gallonen) für freies Schwimmen. Feiner Kies oder Sand, dunkle Dekoration, viele Pflanzen, gedämpftes Licht und Schwimmpflanzen reduzieren Stress und fördern natürliches Verhalten.
Ernährung & Fütterung
Als opportunistische Allesfresser akzeptieren sie hochwertige Flocken und Pellets für Gemeinschaftsfische. Ergänze mit Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Daphnien und Mückenlarven. 2–3 kleine Mahlzeiten täglich; ungegessenes Futter zeitnah entfernen.
Verhalten & Temperament
Friedlich, sehr aktiv und neugierig. Halte sie in Gruppen ab sechs. Sie bewohnen mittlere bis obere Wasserschichten. Größere oder dominante Fische können sie stressen — Interaktionen beobachten.
Mitbewohner
Verträglich mit Neonsalmlern, Corydoras, Endlers und anderen friedlichen Arten. Vermeide aggressive Buntbarsche oder Tigerbarben.
Zucht
Separates Zuchtbecken mit leicht saurem Wasser (pH 6,0–6,5) und 25°C bis 27°C (78°F bis 80°F). Feinblättrige Pflanzen oder Laichmatten. Nach dem Laichen Erwachsene entfernen — sie fressen Eier. Schlupf nach 24–48 Stunden; Larven mit Infusorien oder Speziallarvenfutter füttern.
Häufige Gesundheitsprobleme
Robust, aber anfällig für Ichthyophthirius (Ichthyophthirius multifiliis), Flossenfäule und Samtfleckenkrankheit bei Stress, schlechter Wasserqualität oder Überbesatz. Regelmäßige Tests, Wasserwechsel und ausgewogene Ernährung vorbeugen. Verhalten beobachten für frühe Erkennung.


















