Blauflossen-Prachtkärpfling: Nothobranchius rachovii
Einer der farbenprächtigsten Süßwasserfische überhaupt. Ein jährlicher Killifisch — kurzlebig, aber spektakulär.

Blauflossen-Prachtkärpfling
Der Blauflossen-Prachtkärpfling, wissenschaftlich Nothobranchius rachovii, ist ein auffällig schöner Killifisch mit großer Bedeutung in der Aquaristik — wegen leuchtender Farben und einzigartiger Fortpflanzung. Aus Teilen Ostafrikas, besonders Mosambik, mit atemberaubenden Blau-, Gelb- und Orangetönen. Männchen leuchten besonders in der Brutzeit.
Er steht exemplarisch für die Vielfalt in temporären Gewässern. An saisonale Pfützen und Lachen angepasst — Eier überdauern Trockenphasen im Substrat. Das fasziniert Züchter und Naturschützer gleichermaßen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Heimisch in sandigen Regionen Mosambiks — flache Lagunen, Sümpfe und Regenzeit-Pfützen. Schwarzwasser durch Tannine; weiches, leicht saures Wasser. Dichte Vegetation und kleine Wirbellose als Nahrung und Schutz.
Pflegeanforderungen
pH 6,5 bis 7,5, Temperatur 24 °C bis 28 °C (75 °F bis 82 °F), Härte 1 bis 10 °dGH. Mindestens 40 Liter (10 US Gallonen), besser mehr für Zucht und Bewegung. Weicher Untergrund wie Sand oder feiner Kies. Dichte Pflanzen — Java-Moos oder Schwimmpflanzen. Nicht zu intensives Licht.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser mit Schwerpunkt kleine Wirbellose. Hochwertige Flocken, kleine Pellets, Artemia, Daphnien, gefrorenes Futter — passend zur Maulgröße. Proteinreich zwei- bis dreimal wöchentlich für Farbe und Wachstum. Kleine Portionen zwei- bis dreimal täglich.
Verhalten & Temperament
Generell friedlich, Männchen territorial in der Brutzeit — genug Platz wichtig. Kein klassischer Schwarmfisch, aber sozial in Gruppen von drei bis sechs Tieren. Mittlere bis obere Wasserschicht.
Mitbewohner
Kleine, friedliche Arten: Neonsalmler, Guppys, Honig-Guramis, kleine Rasboras, Corydoras. Keine großen oder aggressiven Fische wie Buntbarsche oder stark territoriale Arten.
Zucht
Weibchen legen Eier in feinen Substrat; Männchen werben mit Farben und Flossenstellung. Separates Zuchtbecken mit weichem Substrat und dichtem Bewuchs. pH leicht sauer, etwa 26 °C (79 °F). Eier können in feuchtem Substrat trocknen und nach Wasserzugabe schlüpfen — Naturzyklus nachahmen.
Häufige Gesundheitsprobleme
Anfällig für Ichthyophthirius, Flossenfäule und Pilzinfektionen. Optimale Wasserqualität, regelmäßige Wechsel, kein Überbesatz, unpassende Mitbewohner. Bei Krankheit schnell isolieren und behandeln.


















