Der Kirschbarbe: Puntius titteya
Friedliche, robuste Barbe mit atemberaubenden kirschroten Laichfarben. Anders als die meisten Barben — gedeiht in bepflanzten Becken ohne Flossenbeißen.

Kirschbarbe
Der Kirschbarbe (Puntius titteya) ist ein kleiner, lebhafter Süßwasserfisch mit heller Färbung und verspieltem Wesen. Aus Bächen und Flüssen Sri Lankas — kirschroter Körper besonders bei Männchen in der Laichzeit. Delikate horizontale Linien an den Flanken; Weibchen heller gefärbt. Mittelpunkt in Gemeinschaftsbecken — wichtig in der Aquaristik als robuste, visuell beeindruckende Art für Aquascapes.
Leichte Pflege und geselliges Wesen — lebhafte Aktivität und Schwarmbildung bringen Bewegung ins Becken. Ideal für Anfänger und Erfahrene — beliebter Standard in Aquarien weltweit.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Indigen in Süßwasserbächen und -flüssen Sri Lankas — vorwiegend Südwesten der Insel. Langsam fließendes Wasser mit dichter Ufervegetation — Verstecke und Fraßmöglichkeiten. Weich und leicht sauer — „Schwarzwasser“-Ökosystem durch Tannine.
Bevorzugt reichlich Wasserpflanzen und schattige Bereiche durch überhängendes Laub. Enger Schwarm in der Natur — Verstecken vor Raubfischen. Bedingungen in Gefangenschaft nachahmen fördert Gesundheit und Wohlbefinden.
Haltungsanforderungen
pH 6,0–7,5, Temperatur 24–27°C (75–81°F), Härte 5–15 dGH. Regelmäßige Wasserwechsel und gute Filterung. Mindestens 20 Gallonen (ca. 75 Liter) für kleinen Schwarm. Feiner Kies oder Sand; Java-Farn, Anubias, Schwimmpflanzen. Moderate Beleuchtung — Pflanzenwachstum ohne Überforderung, schattige Bereiche.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser — abwechslungsreiche Ernährung. Hochwertige Flocken oder langsam sinkende Pellets; Gefrier- oder Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Blutwürmer. Zwei- bis dreimal täglich — nicht überfüttern.
Verhalten & Temperament
Friedlich und freundlich — enge Schwärme ab ca. sechs Individuen. Männchen leuchtender in Gegenwart von Weibchen, besonders bei Laich. Leichte Territorialität in Laichzeit oder beengten Becken. Mittlere bis obere Zone — gelegentlich am Substrat suchend.
Mitbewohner
Weit verträglich — andere Barben, Tetras, Danios, friedliche Zwergbuntbarsche. Empfohlen: Neon-Tetras, Corydoras, Rasboras, Platy, Guppys, Schwertträger. Meiden: aggressive Buntbarsche (außer Zwergarten), Kampffische, größere Barben.
Zucht
Relativ einfach unter richtigen Bedingungen. Separates Laichbecken mit weichem, saurem Wasser (pH ca. 6,0–6,5), 25–27°C (77–81°F). Laichmopps oder dichte Vegetation. Eltern nach Laich entfernen. Schlupf nach 24–36 Stunden; Larven mit Infusorien oder fein zerriebenen Flocken, später frisch geschlüpfte Artemia.
Häufige Gesundheitsprobleme
Robust, aber anfällig für häufige Beschwerden:
- Ichthyophthirius multifiliis (Ich): Parasit mit weißen Zysten — Vorbeugung durch Wasserqualität und Stressvermeidung.
- Flossenfäule: Bakterielle Infektion bei schlechten Bedingungen — Wasserwechsel und Sauberkeit.
- Popeye (Exophthalmia): Oft Zeichen schlechter Qualität — konsequente Wartung und Stressreduktion.
Regelmäßige Beobachtung und schnelle Behandlung — lebendige, aktive Kirschbarben in deinem Aquarium.


















