Dojo-Schmerle: Misgurnus anguillicaudatus
Die Gold-Wetter-Schmerle. Berühmt albernes, aalähnliches Verhalten – reagiert auf Luftdruckänderungen mit hektischem Schwimmen.

Dojo-Schmerle
Die Dojo-Schmerle, wissenschaftlich Misgurnus anguillicaudatus, fasziniert mit einzigartigem Aussehen und lebhaftem Verhalten. Länglicher, aalähnlicher Körper bis etwa 30 cm; erdige Töne in Braun, Gold und Oliv mit dunkleren Flecken – gute Tarnung in der Natur. Graben und Bodenaktivität machen sie bei Hobbyisten beliebt, die ein lebendiges Becken wollen.
In der Aquaristik schätzt man Robustheit und Anpassungsfähigkeit – ideal für Anfänger und Erfahrene. Friedliches Wesen erlaubt harmonisches Zusammenleben mit vielen Gemeinschaftsfischen. Sie gedeiht in verschiedenen Wasserbedingungen; Suche im Substrat nach Futter macht sie zu einem festen Bestandteil lebendiger Aquarien.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Heimat: Ostasien – Flüsse und Feuchtgebiete in Nordchina, Korea und Japan. Flache, langsam fließende Gewässer zum Durchsieben des Substrats. Schlammige oder sandige Böden, reichlich Vegetation und Detritus als Schutz und Nahrung. Saisonale Schwankungen von Temperatur und Wasserqualität prägen das Habitat.
In der Natur oft in Schwarz- und Klarwasser mit sauberem, gut oxygeniertem Wasser. Bevorzugt organikreiche Umgebungen mit Laub und abbaubarer Pflanzenmasse. Nachbildung im Aquarium unterstützt Wohlbefinden und Langlebigkeit.
Pflege & Haltung
pH 6,5–7,5, Temperatur 18–24 °C (65–75 °F), Härte 5–15 °dGH. Mindestens etwa 110 Liter für Schwimmraum und Verstecke. Sandiges oder feinkörniges Substrat wegen Grabverhalten. Moderate Beleuchtung wie im gedämpften Naturlicht. Viele lebende Pflanzen, Wurzelholz und Verstecke fördern natürliches Verhalten.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser mit abwechslungsreicher Kost: hochwertige Flocken oder sinkende Pellets für Bodenfresser. Lebendes oder gefrorenes Futter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien regt Suchinstinkte an. Blanchiertes Gemüse (Zucchini, Gurke, Erbsen) ergänzt die Ernährung.
Ein- bis zweimal täglich füttern, nur so viel wie nötig. Appetit variiert – passe Portionen an.
Verhalten & Temperament
Friedlich und gesellig; am wohlsten in Gruppen ab drei. Aktive Nahrungssuche am Boden ist ein Vergnügen zu beobachten. Meist nicht aggressiv, aber Hierarchie in der Gruppe möglich. Bevorzugt untere Zonen – viele Verstecke fördern Komfort.
Mitbewohner
Vielseitig kombinierbar: friedliche Tetras, Rasboras, andere Schmerlen, größere friedliche Barben, Guramis und friedliche Buntbarsche. Vermeide aggressive oder stark territoriale Cichliden. Garnelen und sehr kleine Fische können als Futter wahrgenommen werden.
Zucht
In Gefangenschaft anspruchsvoll. Saisonaler Laich oft im Frühling bei wärmerem Wasser. Optimale Wasserqualität, viele Verstecke und leicht erhöhte Temperatur fördern Laich. Männchen balzen, Weibchen kleben Eier an Pflanzen. Eltern nach dem Laich trennen. Larven mit fein zerriebenem Futter oder Infusorien.
Häufige Krankheiten
Robust, aber anfällig für Süßwasser-Ichthyophthirius, Hautflöhe und Pilzinfektionen bei schlechter Pflege. Regelmäßige Wasserwechsel und Überbesatz vermeiden. Substrat absaugen, Filter pflegen, ausgewogene Ernährung – Grundlage für ein langes, gesundes Leben.


















