Schleierflossen-Barbe: Oreichthys crenuchoides
Männchen mit auffälliger, verlängerter Rückenflosse. Seltener, unterschätzter Nanofisch.

Schleierflossen-Barbe
Die Schleierflossen-Barbe, wissenschaftlich Oreichthys crenuchoides, stammt aus Südostasien – besonders Thailand und Myanmar. Verlängerte Flossen wie ein Schleier; Körper in Gold-, Silber- und Grüntönen. Beliebt bei Aquarianern und wichtig für die Biodiversität der Heimatgewässer.
Im Hobby geschätzt für lebhaftes, friedliches Verhalten in Gemeinschaftsbecken. Balz und soziale Interaktionen sind faszinierend. Relativ pflegeleicht – für Anfänger und Erfahrene.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Langsam fließende Bäche und Flüsse Südostasiens – Thailand, Myanmar, Malaysia. Klar- bis leicht schwarzwasserartig, detritusreich, dichte Vegetation und Laub. In Schwärmen mit Pflanzendeckung. Weiches, leicht saures bis neutrales Wasser, pH etwa 6,0–7,5.
Pflege & Haltung
Temperatur 24–27 °C (75–81 °F), pH 6,0–7,5, Härte 5–15 °dGH. Mindestens etwa 75 Liter für einen Schwarm ab sechs. Sand oder feiner Kies, lebende Pflanzen, Wurzelholz und Steine. Moderate Beleuchtung.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser: hochwertige Flocken und Pellets, ergänzt mit Artemia, Daphnien und Mückenlarven. 2–3 kleine Mahlzeiten täglich. Beobachte, ob alle genug bekommen – manche sind schüchtern.
Verhalten & Temperament
Friedlich und aktiv in Gruppen ab sechs. Schwimmen in mittleren bis oberen Zonen. Geringe Aggression – gelegentliche Rangeleien nur mit sehr aggressiven Mitbewohnern.
Mitbewohner
Kleine bis mittelgroße friedliche Fische: Tetras, Rasboras, friedliche Guramis. Schnecken und Garnelen in bepflanzten Becken oft möglich. Keine großen Raubfische oder aggressive Buntbarsche.
Zucht
Laich bei etwas kühlerem Wasser (22–24 °C / 72–75 °F), pH 6,0–6,5. Substratlaicher – Eier an Pflanzen oder sauberen Flächen. Java-Moos oder Spawning Mops. Eltern nach dem Laich entfernen. Schlupf nach 24–48 Stunden; Larven mit Infusorien oder Pulverfutter.
Häufige Krankheiten
Anfällig für Ichthyophthirius, Flossenfäule und Oodinium bei schlechter Qualität. Regelmäßige Wasserwechsel und Beobachtung. Bei Krankheitszeichen isolieren und behandeln.


















