Pseudocrenilabrus multicolor multicolor: Ägyptischer Maulbrüter
Einer der kleinsten maulbrütenden Buntbarsche. Männchen leuchten in Rot, Blau und Gelb.

Pseudocrenilabrus multicolor multicolor
Der Pseudocrenilabrus multicolor multicolor, im Handel Ägyptischer Maulbrüter genannt, ist ein faszinierender Süßwasserbuntbarsch mit leuchtender Färbung und interessanter Fortpflanzung. Aus der Region der Großen Afrikanischen Seen, besonders Tanganyika und Malawi, stammend, zeigen Männchen kräftiges Blau, Gelb und Rotbraun. Die Maulbrut – Weibchen tragen befruchtete Eier im Maul – macht die Art besonders reizvoll.
Im Aquarium begeistert er durch Schönheit und soziales Verhalten. Relativ robust und anpassungsfähig – für Einsteiger und Erfahrene. Territorialität sorgt für spannende Dynamik im Gemeinschaftsbecken.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Flache Uferzonen von Tanganyika und Malawi: felsiger und sandiger Untergrund, klares alkalisches Wasser, pH oft 7,5–8,5, 23–28 °C. Unterwasserstrukturen und Pflanzen als Versteck und Laichplatz.
Pflegeanforderungen
Mindestens etwa 150 Liter (40 Gallons). pH 7,5–8,5, 24–28 °C, Härte 8–15 °dGH. Sandboden, Felsen und Höhlen, mäßiges Licht. Pflanzen wie Vallisneria und Anubias. Gute Filterung und Wasserqualität sind entscheidend.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser mit abwechslungsreicher Kost: hochwertige Buntbarsch-Flocken oder -Pellets, Frost- und Lebendfutter wie Artemia, Daphnien, Mückenlarven. 2–3 kleine Mahlzeiten täglich. Spirulina oder blanchiertes Gemüse unterstützen Verdauung und Farbe.
Verhalten & Temperament
Halb aggressiv, besonders in der Brutzeit. Männchen dominant, Weibchen meist ruhiger. Kein großer Schwarm – Territorien und Hierarchie. Viel Versteckmöglichkeiten mindern Aggression.
Mitbewohner
Andere mittelgroße Buntbarsche wie Brichardi (Neolamprologus brichardi), Tanganyika-Tetras, manche Barben, Regenbogenfische, friedliche Schmerlen und Welse. Oscars oder aggressive Räuber vermeiden; sehr scheue Kleinfische können gemobbt werden.
Zucht
Ein Männchen zu mehreren Weibchen reduziert Stress. Stabile, klare Wasserwerte. Balz mit leuchtenden Farben; Eier in Verstecken, sofortige Maulbrut durch das Weibchen. Inkubation etwa drei Wochen, dann freischwimmende Jungfische. Separates Aufzuchtbecken oder dicht bepflanzte Zone mit Infusorien oder fein zerriebenen Flocken.
Häufige Gesundheitsprobleme
Robust, aber anfällig für Ichthyophthirius, Flossenfäule und äußere Parasiten wie Samtfleckenkrankheit. Regelmäßige Wasserwechsel, Filterung und stabile Werte senken das Risiko deutlich.


















