Kopf- und Schwanzlicht-Tetra: Hemigrammus ocellifer
Der Kopf- und Schwanzlicht-Tetra (Hemigrammus ocellifer) ist ein klassischer, robuster Schwarmfisch, benannt nach zwei leuchtenden, kupferfarbenen Flecken, die wie kleine Laternen glänzen.

Der Kopf- und Schwanzlicht-Tetra (Hemigrammus ocellifer), auch Beacon Fish genannt, ist ein zeitloser Favorit im Aquaristik-Hobby. Sein Name kommt von zwei leuchtenden, kupferfarbenen Flecken, die im Licht wie kleine Laternen wirken – einer direkt hinter dem Auge, einer an der Schwanzwurzel. Sie bilden einen starken Kontrast zum durchscheinenden, silbrig-grünen Körper.
In einem ausgewogenen Aquarium machen Aktivität und friedliches Wesen ihn zur perfekten Wahl fürs Gemeinschaftsbecken. Besonders eindrucksvoll wirken sie in „Schwarzwasser“- oder stark bepflanzten Becken, wo die reflektierenden Flecken vor dunklem Hintergrund richtig leuchten.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Hemigrammus ocellifer stammt aus Südamerika, im Amazonasbecken in Brasilien und Peru sowie in Küstenflüssen von Guyana, Suriname und Französisch-Guayana. Typischerweise lebt er in langsam fließenden Nebenflüssen, Waldbächen und Überschwemmungswäldern. Diese Lebensräume sind oft reich an versunkenem Holz und Laub mit weichem, leicht saurem, tanninhaltigem Wasser.
Haltungsanforderungen
Der Kopf- und Schwanzlicht-Tetra ist außergewöhnlich robust und anpassungsfähig – eine der besten Arten für Einsteiger. Mindestens 60–75 Liter werden empfohlen für einen ordentlichen Schwarm und genug Schwimmfläche.
Er toleriert ein breites Spektrum, gedeiht aber bei pH 6,0 bis 7,5 und 22 °C bis 28 °C. Er schätzt ein gut bepflanztes Becken mit offener Schwimmfläche. Dunkles Substrat und schwimmende Pflanzen geben Sicherheit und lassen die reflektierenden Flecken stärker hervortreten.
Ernährung & Fütterung
In der Wildnis sind diese Tetras Mikro-Räuber und fressen kleine Insekten, Larven und Krebstiere.
In Gefangenschaft sind sie unkompliziert und nehmen an:
- Hochwertige Mikro-Pellets oder Flocken
- Gefrorene oder lebende Nahrung wie Daphnia, Cyclops und Artemia
- Gefriergetrocknete Blutwürmer oder Tubifex
Abwechslungsreiche Ernährung erhält Gesundheit und Brillanz der „Lichter“.
Verhalten & Temperament
Sie sind äußerst friedlich und stark gesellig. Für bestes Verhalten und weniger Stress halte einen Schwarm von mindestens 6–10 Tieren. In größeren Gruppen sind sie weniger scheu und verbringen mehr Zeit in offenen Beckenbereichen. Sie sind aktive Schwimmer in mittleren und oberen Wasserschichten und stören andere Bewohner nicht.
Mitbewohner
Wegen ihres sanften Wesens eignen sie sich ideal fürs Gemeinschaftsbecken. Geeignete Begleiter:
- Andere kleine Tetras und Rasboras
- Corydoras und kleine Schmerlen
- Zwergbuntbarsche wie Apistogramma
- Friedliche Guramis
- Süßwassergarnelen und Schnecken
Meide sehr große oder aggressive Mitbewohner, die sie als Beute sehen oder belästigen könnten.
Zucht
Kopf- und Schwanzlicht-Tetras sind Eilaicher. Die Zucht ist relativ unkompliziert: separates Laichbecken mit weichem, leicht saurem Wasser, gedimmtem Licht und feinblättrigen Pflanzen (wie Java-Moos) oder Laichmopp. Eltern nach dem Laichen entfernen, da sie eigene Eier fressen. Die Larven schlüpfen in 24–36 Stunden und können zunächst mit Infusorien, später mit Baby-Artemia gefüttert werden.
Häufige Gesundheitsprobleme
Sie sind eine sehr robuste Art. Wie alle Tetras reagieren sie aber empfindlich auf plötzliche Wasserwertänderungen und sind bei schlechter Wasserqualität anfällig für Ich und Flossenfäule. Regelmäßige Wasserwechsel und stabile Bedingungen halten sie gesund.


















