Waben-Pleco L037: Hypostomus faveolus
Der Waben-Pleco (Hypostomus faveolus / L037) ist ein großer, auffällig gemusterter Wels aus Brasilien, benannt nach dem dichten schwarzen Liniennetz, das ein perfektes Wabenmosaik über den gesamten Körper bildet.

Der Waben-Pleco (Hypostomus faveolus), weitgehend bekannt unter seiner L-Nummer L037, ist ein spektakulärer Panzerwels, der robuste Nützlichkeit mit kontrastreicher Schönheit verbindet. Sein gesamter Körper – von der Schnauze bis zur hohen Rückenflosse – ist von einem dichten, netzartigen Muster schwarzer Linien auf gold-cremefarbener Grundlage bedeckt und erzeugt so ein unverwechselbares Wabenmuster. Anders als bei vielen Plecos, die ihr Muster im Alter verlieren, behält L037 sein auffälliges Mosaik ein Leben lang.
Im Aquarium ist er ein fleißiger Algenfresser und Aasfresser, doch seine große Endgröße und sein territoriales Verhalten gegenüber anderen Bodenbewohnern erfordern eine sorgfältig geplante Umgebung.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Hypostomus faveolus stammt aus den Einzugsgebieten des Rio Araguaia und Rio Tocantins in Zentralbrasilien. Diese Flüsse zeichnen sich durch wechselnde Strömungsgeschwindigkeiten und Substrate aus großen Felsen, Findlingen und massenhaftem submersen Treibholz aus. Typischerweise lebt er in klaren bis Weißwasser-Gewässern mit hohem Sauerstoffgehalt.
Haltung & Pflege
Der Waben-Pleco ist eine große Art und braucht ein entsprechend großes Zuhause. Für ein einzelnes adultes Tier sind mindestens 200–300 L (55–75 Gallonen) erforderlich. Sie sind kräftige Fische und produzieren eine erhebliche biologische Belastung – leistungsstarke Filterung (Außenfilter empfohlen) und regelmäßige Wasserwechsel sind Pflicht.
Halte stabile Werte: pH 6,0 bis 7,5 und eine Temperatur von 24 °C bis 28 °C (74 °F bis 82 °F). Das Aquascape MUSS reichlich natürliches Treibholz enthalten. Holz bietet nicht nur wichtige Verstecke, sondern diese Plecos fressen auch Biofilm und Lignin von der Holzoberfläche – das ist entscheidend für ihre Verdauung. Stelle mehrere Höhlen oder große Schieferüberlappungen bereit, in die sich der Fisch tagsüber zurückziehen kann.
Ernährung & Fütterung
Obwohl oft als „Algenfresser“ verkauft, sind Waben-Plecos spezialisierte Allesfresser mit Vorliebe für Weideflächen.
In Gefangenschaft solltest du eine abwechslungsreiche Ernährung anbieten:
- hochwertige sinkende Algenwaffeln und Spirulina-Tabletten
- Essentiell: natürliches Treibholz zum Abweiden
- frisches Gemüse (Zucchini, Gurke, Süßkartoffel, blanchierter Spinat)
- Proteinquellen wie gefrorene Mückenlarven oder Artemia (ein- bis zweimal pro Woche)
- hochproteinige sinkende Pellets
Sie fressen vor allem nachts – am besten kurz vor dem Ausschalten der Beleuchtung füttern.
Verhalten & Temperament
Sie sind generell friedlich gegenüber Fischen in der Mitte des Wassers, aber territorial gegenüber anderen Bodenbewohnern, besonders anderen Plecos. Sie verteidigen ihre gewählte Höhle oder ihr Holzstück vehement. Sofern das Aquarium nicht sehr groß ist (ab ca. 180 cm), solltest du nur einen Waben-Pleco pro Becken halten. Sie sind robust und lassen sich von größeren, aktiveren Mitbewohnern nicht einschüchtern.
Mitbewohner
Geeignete Mitbewohner sind größere, aktive Gemeinschaftsarten:
- mittlere bis große Tetras (Kongo-Tetras, Herz-Tetras)
- Silberdollars und Bleher-Barben (in sehr großen Becken)
- Geophagus und andere friedliche südamerikanische Sandfresser
- Skalare und Diskus (wenn die Temperatur am oberen Ende gehalten wird)
Vermeide sehr kleine oder extrem empfindliche Fische, die nachts durch die kräftigen Bewegungen des Plecos versehentlich mitgerissen werden könnten.
Zucht
Die Zucht von L037 in Gefangenschaft ist selten und anspruchsvoll. Sie sind Höhlenbrüter; das Männchen bewacht eine große Höhle und lockt ein Weibchen zum Laichen. Anschließend bewacht und fächelt es die Eier, bis sie schlüpfen. Erfolg erfordert meist ein sehr großes, gut belüftetes Becken und eine Ernährung reich an frischem Gemüse und Protein, um das Paar in Laichform zu bringen.
Häufige Gesundheitsprobleme
Bei guter Wasserqualität sind sie bemerkenswert langlebig und robust. Sie reagieren jedoch empfindlich auf niedrige Sauerstoffwerte und können unter Hautflöhen leiden, wenn das Substrat übermäßig verschmutzt wird. Als Panzerwelse sind sie empfindlich gegenüber bestimmten kupferhaltigen Medikamenten. Sorge für gute Belüftung, besonders bei höheren Temperaturen.


















