Zitronensalmler: Hyphessobrycon pulchripinnis
Der Zitronensalmler (Hyphessobrycon pulchripinnis) ist ein durchscheinendes Meisterwerk aus dem Amazonas — bekannt für seinen strahlenden Zitronengelb-Ton und die auffällig kirschrot leuchtenden Augen.

Der Zitronensalmler (Hyphessobrycon pulchripinnis) belohnt geduldige Aquarianer. Im Händlerbecken wirkt er oft blass; im eingefahrenen Aquarium verwandelt er sich in ein strahlendes, durchscheinendes Zitronengelb. Sein auffälligstes Merkmal ist die brillante, kirschrote obere Iris-Hälfte — ein atemberaubender Kontrast zum gelben Körper. Auch die führende Kante von Rücken- und Afterflosse trägt ein markantes Schwarz-Gelb. Für Gemeinschaftsaquarianer ist der Zitronensalmler ein kinetischer, eleganter, außergewöhnlich friedlicher Schwarmfisch mit einzigartigem „Neon“-Glanz in der mittleren Wassersäule — besonders in den großen Gruppen, die er natürlich bevorzugt.
Im Aquarium ist er der Inbegriff koordinierter Bewegung. Enge Schwarmfische, die die mittleren Ebenen bevorzugen und mit sozialer Synchronität schwimmen — einer der kohäsivsten Salmler im Hobby.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Hyphessobrycon pulchripinnis ist im Tapajós-Becken in Brasilien beheimatet, einem großen Nebenfluss des Amazonas. Sie sind Schwarzwasser-Spezialisten, typischerweise in klaren, teefarbenen Gewässern kleinerer Waldflüsse und Überflutungswälder. Diese Gebiete zeichnen sich durch weiches, saures Wasser und geringen Mineralgehalt aus; der Bodengrund ist mit einer dicken Schicht zersetzender Laubstreu und herabgefallener Äste bedeckt. In der Wildnis leben sie in massiven Schwärmen nahe den Rändern, wo das Kronendach gefleckten Schatten spendet — reflektierende gelbe Körper und rote Augen sind kritisch für die Erkennung im Schwarm im Schatten.
Haltungsanforderungen
Der Zitronensalmler ist außergewöhnlich robust und anpassungsfähig, zeigt aber die besten Farben in weichen, sauren Bedingungen. Mindestens etwa 75 Liter (20 US-Gallonen) brauchst du für einen kleinen Schwarm.
Halte stabile Parameter: pH 6,0–7,2 und Temperatur 23–28°C (73–82°F). In härterem Wasser sind sie anpassungsfähig, erreichen aber nie die volle „Zitronen“-Intensität außerhalb von Weichwasser. Das Aquarium sollte dunklen Bodengrund und reichlich Wasserpflanzen haben (z. B. Amazonas-Schwertpflanzen oder Cryptocoryne), die ihr Waldheim nachahmen. Treibholz und getrocknete Blätter (z. B. Seemandelbaumblätter) setzen nützliche Tannine frei und fördern Gesundheit und Färbung. Tipp: Sie sind hochempfindlich gegenüber plötzlichen Chemiewechseln; regelmäßige, kleine Wasserwechsel sind weit besser als seltene, große.
Ernährung & Fütterung
Sie sind opportunistische Allesfresser und fressen in der Wildnis winzige Insekten, Krebstiere und organischen Detritus.
In Gefangenschaft sind sie nicht wählerisch und nehmen fast jedes angebotene Futter:
- Hochwertige Mikro-Pellets und zerstoßene Flocken als Staple.
- Sie müssen häufig Lebend- oder Frostfutter bekommen, um die leuchtend roten Augen zu halten: Baby-Artemia, Cyclops, Daphnien und fein gehackte Mückenlarven.
- Tipp: Für das tiefe Gelb nimm Futter reich an Carotinoiden oder spezielle farbverstärkende Flocken in die wöchentliche Rotation.
- Sie sind Mittelwasserfresser und fangen Futter, während es durch die Säule driftet.
Verhalten & Temperament
Sie sind friedlich und sozial. Du musst sie in Gruppen von mindestens 6–8 Individuen halten; in kleineren Zahlen werden sie scheu, schreckhaft und verlieren die strahlende Farbe. Sie sind eine „Schwarmverhalten“-Art, die andere Arten weder belästigt noch anknipst. Kompatibel mit fast jedem friedlichen Gemeinschaftsfisch — inklusive empfindlicher Arten wie Diskus oder Zwergbuntbarsche.
Mitbewohner
Geeignete Mitbewohner sind andere friedliche Arten aus ähnlichen Umgebungen:
- Andere Salmler (Neon, Kardinal, Rummy-Nose)
- Corydoras und Otocinclus
- Zwergbuntbarsche (z. B. Apistogramma)
- Honigguramis
- Rasboras
Vermeide große, aggressive oder schnell schwimmende Arten, die sie um Futter auskonkurrieren oder die kleinen Salmler als Mahlzeit sehen.
Zucht
Die Zucht des Zitronensalmlers ist für erfahrene Hobbyisten relativ unkompliziert. Sie sind Eierstreuer. Ein Zuchtpaar oder eine kleine Gruppe sollte in ein separates Becken mit sehr weichem, saurem Wasser und feinblättrigen Pflanzen oder einem Ablaichgitter. Das Ablaichen erfolgt meist am frühen Morgen. Entferne die Eltern sofort nach dem Ablaichen, damit sie die Eier nicht fressen. Die Jungtiere schlüpfen in etwa 24 Stunden und brauchen Infusorien oder flüssiges Jungfutter als erste Nahrung, bevor sie Baby-Artemia nehmen können.
Häufige Gesundheitsprobleme
Das Hauptproblem ist stressinduziertes Ich, wenn die Wasserqualität schlecht ist oder sie in unzureichender Zahl gehalten werden. Sie sind auch empfindlich gegenüber hohen Nitratwerten. Ein stabiles, gut bepflanztes, sauberes Becken mit großem, sozialem Schwarm ist der beste Weg, damit der leuchtende Zitronensalmler der strahlende Stern deines Amazonas-Biotops bleibt.






















