Langnasen-Feenwels: Scleromystax macropterus
Der Langnasen-Feenwels (Scleromystax macropterus), auch King-Crested Cory genannt, ist eine prächtige subtropische Art aus Südbrasilien – mit extremer Geschlechtsdimorphie und eleganter, verlängerter Rückenflosse.

Der Langnasen-Feenwels (Scleromystax macropterus), früher Corydoras, ist das Kronjuwel kühler brasilianischer Bäche. Er zeichnet sich durch verlängerte, spitze Schnauze und extreme Geschlechtsdimorphie aus; adulte Männchen entwickeln segelartige Rücken- und Brustflossen mit dunklen Mustern. Der Körper ist ein Mosaik aus gold-bronze und tiefem Oliv mit kräftigen braunen Flecken bis in die Flossen. Er ist friedlich und gesellig, aber anders als tropische Corys ein subtropischer Spezialist, der deutlich kühlere Temperaturen braucht.
Im Aquarium sind sie die „Aristokraten“ des Bodens. Am aktivsten im Schwarm, wo koordiniertes Fressen und das Präsentieren der Männchenflossen faszinieren.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Scleromystax macropterus ist endemisch in Küstenflussgebieten Südbrasiliens, besonders Ribeira de Iguape und Küstenbäche in São Paulo und Paraná. Er lebt in klaren, schnell fließenden Waldbächen mit Schatten und kühlem, sauerstoffreichem Wasser – Felsriffeln und ruhige Sandpools mit Laubstreu und Ästen. Das Wasser ist weich bis mäßig hart und deutlich kühler als im tropischen Amazonas.
Haltung & Pflege
Der Langnasen-Feenwels ist eine Art für Fortgeschrittene wegen strenger Temperaturanforderungen. Für einen kleinen Schwarm sind mindestens 90 Liter (24 Gallonen) nötig.
Halte stabile Werte: pH 6,0 bis 7,0 und Temperatur 18°C bis 24°C (64°F bis 75°F). KRITISCH: Er DARF NICHT in hochtemperierten Tropen-Setups gehalten werden. Dauerhaft über 25°C führt zu Stoffwechselstress und verkürzter Lebensdauer. Das Aquarium MUSS weichen Sand haben; scharfer Kies oder Korallenkies sind ungeeignet. Viel Treibholz und glatte Flusssteine für Grenzen und Verstecke. TIPP: Hoher Sauerstoff ist wichtig – Oberflächenbewegung oder Luftsprudler wie in den schnellen Heimatbächen.
Ernährung & Fütterung
Er ist ein opportunistischer Allesfresser und wühlt im Substrat nach Insektenlarven, Kleinkrebsen und Detritus.
In Gefangenschaft unkompliziert, aber abwechslungsreich für die Männchenflossen:
- Sinkende Welswaffeln und Mikro-Pellets als Grundnahrung.
- Regelmäßig Lebend- oder Frostfutter: Blutwürmer, Daphnia, vitaminangereicherte Artemia.
- Tipp: „Unordentliche“ Fresser – Sand sauber halten, nicht überfüttern; empfindlich gegenüber organischem Abfall.
- Blanchiertes Gemüse oder Spirulina-Waffeln für Ballaststoffe.
Verhalten & Temperament
Außerordentlich friedlich und sozial. Mindestens 6 Tiere im Schwarm; in kleineren Gruppen scheu und farblich blass. Männchen können bei der Laichzeit leicht territorial sein, selten mit Schaden. Bodenbewohner mit gelegentlichem „Dash“ zur Oberfläche für Luftatmung.
Mitbewohner
Geeignet sind kühle oder subtropische Arten:
- Weißwolken-Minnows
- Zebrabärblinge
- Rosenbarben
- Hillstream-Schmerlen
- andere Scleromystax oder kühle Corydoras (z. B. C. paleatus)
Nicht mit Hochtemperatur-Spezialisten (Diskus, Kardinaltetra) oder lebhaften aggressiven Fischen, die die langen Männchenflossen beschädigen.
Zucht
Die Zucht von Scleromystax macropterus ist eine lohnende Herausforderung für Erfahrene. Substratlaicher; das Weibchen trägt Eier in der Bauchflossen-„Tasche“ zum Männchen und legt sie auf flache Oberflächen ab. Laich wird oft durch deutlichen Temperaturabfall (Regenereignis) und Lebendfutter ausgelöst. Larven sind relativ groß, aber sehr empfindlich gegenüber Wasserqualität und brauchen sauerstoffreiches Weiden.
Häufige Gesundheitsprobleme
Hauptprobleme: Bartel-Erosion durch raues Substrat und Hitzestress bei falscher Temperatur. Empfindlich gegenüber Nitrat und organischem Abfall. Kühles, sauberes Sand-becken mit starker Filterung hält den „King-Crested“ Langnasen-Feenwels gesund.


















