Moskito-Rasbora: Boraras brigittae
Auch als Chili-Rasbora bekannt. Einer der kleinsten Aquarienfische der Welt mit feurig rotem Körper. Die ultimative Wahl für Nano-Becken.

Moskito-Rasbora
Der Moskito-Rasbora (Boraras brigittae) ist eine faszinierende, winzige Art aus Südostasien, besonders von den indonesischen Inseln, vor allem Sumatra. Er wird typischerweise etwa 5 cm lang und ist bekannt für lebhafte Färbung: kräftiges Rot bis Orange mit einer kontrastierenden schwarzen Linie von der Schnauze bis zur Schwanzwurzel. Sein lebhaftes, verspieltes Wesen macht ihn zu einem beliebten Bewohner in Gemeinschaftsbecken.
In der Aquaristik ist er wegen seines Aussehens und seines friedlichen Charakters bedeutsam — ideal für Gemeinschaftsbecken. Er gedeiht in gut bepflanzten Becken, in denen seine bunten Körper durch die Vegetation flitzen. Mit relativ einfachen Pflegeanforderungen und guter Verträglichkeit ist er ein hervorragender Einstiegsfisch und eine Freude für Erfahrene.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Der Moskito-Rasbora stammt aus Schwarzwasser-Bächen und Torfsümpfen Sumatras, Indonesien. Diese Lebensräume sind sauer, weich und reich an organischem Material, das das Wasser dunkel färbt. Zersetzendes Laubstreu, versunkenes Holz und dichte Pflanzen bieten Schutz und Nahrung und beeinflussen Färbung und Verhalten.
Wegen dichter Vegetation oben dringt wenig Licht ein. Moskito-Rasboras sind an gedämpfte Bedingungen angepasst — ein gut bepflanztes Aquarium, das diese Umgebung nachahmt, ist wichtig.
Pflegeanforderungen
Für Gesundheit und Wohlbefinden musst du den natürlichen Lebensraum nachbilden. Ideale Wasserwerte: pH 5,5 bis 7,0, Temperatur 72 °F bis 78 °F (22 °C bis 26 °C), weich bis mittelhart, vorzugsweise 2 bis 12 °dGH. Stabile Bedingungen sind entscheidend — Schwankungen führen zu Stress und Krankheiten.
Mindestens 10 Gallonen (ca. 38 Liter) für ausreichend Schwimmraum und Sicherheit im Schwarm. Sandiges oder feines Substrat; ein dunkler Boden kann die Farben betonen. Schwimmende und dichte Pflanzen bieten Deckung und reduzieren das Licht. Schwaches bis moderates Licht schafft eine ruhige Umgebung.
Ernährung & Fütterung
Der Moskito-Rasbora ist ein Allesfresser und profitiert von abwechslungsreicher Ernährung für leuchtende Farben und Gesundheit. Hochwertige Flocken und Mikro-Pellets für Nanofische bilden die Basis. Gefrorenes oder lebendes Futter wie Daphnien, Artemia und fein zerriebene Mückenlarven ergänzen die Nährstoffversorgung.
Füttere in kleinen Portionen, die innerhalb weniger Minuten verzehrt werden — Überfütterung kann problematisch sein. Das kleine Maul erfordert fein zerriebenes Futter; spezielle Kleinfisch-Flocken eignen sich gut.
Verhalten & Temperament
Moskito-Rasboras sind friedlich und gedeihen in Schwärmen von fünf oder mehr. Das Schwarmverhalten gibt Sicherheit und reduziert Stress. Sie flitzen oft durch die mittlere Wasserschicht, gelegentlich auch höher oder tiefer.
Ihr sanftes Wesen macht sie ideal für Gemeinschaftsbecken. Vermeide zu lebhafte Mitbewohner, die sie einschüchtern oder ihre Bewegungsfreiheit einschränken.
Mitbewohner
Wähle kleine, nicht-aggressive Arten mit ähnlichem Temperament. Geeignete Mitbewohner:
- Neonsalmler
- Glühlichtsalmler
- Panzerwelse (Corydoras)
- kleine Rasboras (z. B. Harlekin-Rasbora)
- Endler-Guppys
Zu vermeiden wegen Aggression oder Größe:
- Buntbarsche (besonders aggressive Arten)
- größere Barben (z. B. Tigerbarben)
- Kampffische
- Fadenfische (größere Arten)
Zucht
Die Zucht in Gefangenschaft kann lohnend sein, erfordert aber spezifische Bedingungen. Ideales Zuchtbecken mit weichem, saurem Wasser, pH um 6,0 und Temperatur 76 °F bis 80 °F (24 °C bis 27 °C). Feinblättrige Pflanzen wie Java-Moos oder Laichmopps als Ablageflächen.
Konditionierung mit lebendem Futter stimuliert die Laichbereitschaft. Das Weibchen kann bis zu 200 Eier ablegen, die an Pflanzen haften. Entferne die Elterntiere nach dem Laichen — sie fressen die Eier. Schlupf nach 24–48 Stunden; Larven mit Infusorien oder zerriebenen Flocken füttern.
Häufige Gesundheitsprobleme
Der Moskito-Rasbora ist im Allgemeinen robust, kann aber anfällig sein für:
- Ichthyophthirius multifiliis (Ich)
- Flossenfäule
- Samt-Krankheit (Oodinium)
- bakterielle Infektionen
Vorbeugung: stabile Wasserwerte, gute Filterung und Belüftung, keine Überbesatzung. Neue Tiere in Quarantäne halten und regelmäßig auf Stress oder Krankheit achten.


















