Neonsalmler: Paracheirodon innesi
Der berühmteste Schwarmfisch der Welt. Ein schimmernder blau-roter Nanofisch, der die Süßwasseraquaristik seit fast einem Jahrhundert prägt.

Neonsalmler
Der Neonsalmler, wissenschaftlich Paracheirodon innesi, ist ein kleiner Süßwasserfisch, der Aquarianer seit der Mitte des 20. Jahrhunderts begeistert. Irisierend blauer Körper mit leuchtend roten Streifen — ca. 4 cm, friedliches Temperament. In Gruppen ein faszinierendes Unterwasserspektakel.
Leicht zu pflegen und anpassungsfähig — oft für Einsteiger empfohlen. Schwärme ab sechs Tieren für Wohlbefinden und volle Farbentfaltung — ein Grundpfeiler unzähliger Heimaquarien.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Amazonasbecken — Kolumbien, Brasilien, Peru. Schwarzwasser-Seen und -bäche, weich und sauer, dunkel getrönt durch organisches Material. Dichte Vegetation und langsam fließendes Wasser.
In Gefangenschaft: weiches, leicht saures Wasser und dicht bepflanztes Becken nachbilden.
Pflegeanforderungen
pH 6,0 bis 7,0, Temperatur 72 °F bis 78 °F (22 °C bis 26 °C), Härte 1–10 °dGH. Regelmäßige Wasserwechsel für niedrige Nitratwerte. Mindestens 10 Gallonen; dunkles Substrat betont Farben. Schwimmende Pflanzen und Treibholz; schwaches bis moderates Licht.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser — tropische Flocken oder kleine Pellets, Daphnien, Artemia, Mückenlarven. 2–3 mal täglich kleine Portionen. Nicht überfüttern.
Verhalten & Temperament
Friedlicher Schwarmfisch — mindestens sechs, besser 10+. Mittlere bis obere Schicht. Einzelhaltung führt zu Scheu und Stress.
Mitbewohner
Wähle friedliche Arten, die kühlere tropische Temperaturen tolerieren, und halte Neons in großen Schwärmen (10+). Strukturierte Kompatibilitäts-Guides:
| Ressource | Link | | -------- | ---- | | Neonsalmler-Mitbewohner-Hub | /fish/neon-tetra/tank-mates | | Neonsalmler + Kampffisch | /fish/betta-neon-tetra | | Neonsalmler + Guppy | /fish/neon-tetra-guppy | | Neonsalmler + Adolfos-Panzerwels | /fish/neon-tetra-adolfos-cory | | Neonsalmler + Skalar | /fish/neon-tetra-angelfish |
Große Buntbarsche, Flossenbeißer und Raubfische vermeiden, die kleine Salmler fressen können.
Zucht
Separates, gedämpft beleuchtetes Laichbecken, weiches saures Wasser (pH 6,0–6,5), feinblättrige Pflanzen oder Laichmopps. Weibchen mit vollerem Bauch bei Laichbereitschaft. Eltern nach Laich entfernen. Schlupf nach 24–36 Stunden; Infusorien oder Larvenfutter.
Häufige Gesundheitsprobleme
Häufige Erkrankungen:
- Ich (Ichthyophthirius multifiliis): Parasit durch Stress oder schlechte Qualität.
- Neonsalmler-Krankheit: Protozoen-Parasit mit Farbverlust und Deformationen.
- Nitratvergiftung: Erhöhte Nitratwerte — Lethargie und Appetitlosigkeit.
Vorbeugung: gute Wasserqualität, pH und Temperatur überwachen, keine Überbesatzung, Quarantäne für Neuzugänge.


















