Augenfleck-Schmerle: Syncrossus berdmorei
Eine wunderschön gemusterte, aggressive Tigerschmerle aus Südostasien.

Augenfleck-Schmerle
Die Augenfleck-Schmerle (Syncrossus berdmorei) ist ein markanter Süßwasserfisch aus Südostasien, besonders aus Myanmar. Verlängerter Körper, lebendige Färbung und charakteristische Augenflecken-Musterung entlang der Flanken. Interaktives Verhalten macht sie in gut gepflegten Becken beliebt. Im Vergleich zu vielen Verwandten relativ robust — geeignet für Einsteiger und Erfahrene. Beim Durchwühlen von Sand oder feinem Kies fördert sie Sedimentbelüftung und Abbau von Abfall.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Heimat sind flache Süßwassergewässer in Myanmar — langsam fließend, dicht bewachsen, Substrat aus feinem Sand und Felsmaterial. Oft Schwarzwasser mit saurem, weichem, bräunlich getöntem Wasser. Laubstreu und morsches Holz bieten Schutz und Nahrung.
Das natürliche Habitat nachzubilden — Wasserqualität, Temperatur, Substrat — fördert Gesundheit und natürliches Verhalten.
Haltung & Pflege
pH 6,0 bis 7,5, Temperatur 24–28°C (75–82°F), Härte 5–12 dGH. Mindestens 75 Gallonen (ca. 285 Liter) wegen Aktivität und Größe. Feiner Sand oder weicher Kies schützt die empfindlichen Barteln. Reichlich Pflanzen wie Javafarn, Anubias und Cryptocoryne. Mäßige Beleuchtung — zu intensiv kann stressen. Treibholz, Steine und Höhlen als Verstecke.
Ernährung & Fütterung
Primär Allesfresser: Flocken, sinkende Pellets, gefrorene oder lebende Nahrung wie Blutwürmer, Artemia und Daphnia. Abwechslung fördert Farbe und Vitalität. Futter im Becken verteilen oder Futterringe nutzen — fördert natürliches Suchen. Nicht überfüttern.
Verhalten & Temperament
Sozial — halte mindestens drei bis vier Tiere. Verspielte Interaktionen, aber territoriale Tendenzen beim Fressen oder bei Versteckplätzen. Bleibt am Boden und in der Mitte, durchwühlt Substrat und Dekor.
Mitbewohner
Andere Schmerlen, Tetras, Rasboras und friedliche Barben. Zebra-Schmerle (Botia striata) und Kirschbarbe (Puntius titteya) sind gute Beispiele. Vermeide aggressive oder finsnappende Fische sowie sehr kleine Arten wie Neonsalmler.
Zucht
Anspruchsvoll — sporadischer Laicher. Separates Zuchtbecken mit weicherem, leicht saurem Wasser (pH 6,0–6,5), Temperatur 24–26°C (75–79°F). Nährstoffreiche Ernährung und optimale Gesundheit fördern Laich. Weibchen legt Eier zwischen Pflanzen oder Substrat; Männchen balzen. Elterntiere nach dem Laich entfernen. Schlupf nach wenigen Tagen; Jungfische mit Infusorien oder fein zerriebenen Flocken füttern.
Häufige Gesundheitsprobleme
Generell robust, aber anfällig für Ich (Ichthyophthirius multifiliis), Hautflöhe und Columnaris bei schlechter Wasserqualität. Regelmäßige Wasserwechsel, ausgewogene Ernährung und Quarantäne für Neuzugänge. Aktivität und Erscheinungsbild beobachten für Früherkennung.


















