Teichschnecken: Familie Lymnaeidae
Extrem vermehrungsfreudige, robuste Süßwasserschnecken — von vielen als Plage gesehen, aber gute Aasfresser und Futter für Kugelfische.

Teichschnecken
Teichschnecken der Familie Lymnaeidae sind beliebte Wirbellose mit variablen Schalenfarben von Braun und Grün bis zu auffälligen Mustern. Die spiralförmigen Gehäuse messen typischerweise 1 bis 3 Zentimeter; der weiche Körper wirkt glasig oder glänzend.
Als natürliche Aasfresser räumen sie übriges Futter und organisches Material auf und unterstützen die Wasserqualität — nützlich für Anfänger und fortgeschrittene Becken.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Vorkommen in Teichen, Seen, Sümpfen und Marschland in Europa, Nordamerika und Teilen Asiens. Stehendes oder langsam fließendes Wasser mit Vegetation; tolerant gegenüber Sand, Schlamm oder Kies.
Leicht saueres bis neutrales Wasser, aber breite Toleranz — daher häufig im Handel.
Pflege & Haltung
pH ideal 6,5 bis 7,5; 18°C bis 24°C (64°F bis 75°F); Härte 5 bis 15 dGH. Mindestens 10 Gallonen.
Feiner Sand oder Kies; mäßiges Licht und bepflanzte Bereiche. Anubias, Javafarn oder Hornkraut als Futter und Versteck.
Ernährung & Fütterung
Primär herbivor/omnivor: Algen, absterbende Pflanzen, Biofilm. Algatabletten, sinkende Pellets, blanchiertes Gemüse und Schneckenfutter. Gelegentlich Mückenlarven oder Daphnien als Protein — nicht als Hauptnahrung.
Verhalten & Temperament
Friedlich; grasen einzeln oder in kleinen Gruppen auf allen Ebenen, oft unten. Kein Schwarmverhalten; Beobachtung der Mitbewohner für ein harmonisches Becken.
Mitbewohner
Friedliche Fische wie Guppys, Tetras, Rasboras; Zwerggarnelen und kleine Schnecken. Vorsicht bei aggressiven Goldfischen und schneckenfressenden Schmerlen.
Zucht
Zwittrig — effiziente Vermehrung bei Wärme, stabilem Wasser und reichlich Futter. Gelartige Eiklumpen an Pflanzen, Steinen oder Glas.
Kalziumreiche Ernährung für stabile Schalen; Jungtiere fressen sofort Algen und Detritus.
Häufige Gesundheitsprobleme
Schalenabrieb bei Kalziummangel — weiche oder deformierte Gehäuse. Überpopulation ohne Kontrolle belastet Ressourcen und Wasserqualität.
Regelmäßige Wechsel, Kalziumzufuhr und ruhige Mitbewohner maximieren Gesundheit und Lebensdauer.


















