Queen-Arabesque-Harnischwels L260: Hypancistrus sp. L260
Ein atemberaubender Zwerg-Harnischwels, ganz bedeckt mit einem filigranen, labyrinthischen Muster aus feinen schwarz-weißen Linien.

Queen-Arabesque-Harnischwels L260
Der Queen-Arabesque-Harnischwels, wissenschaftlich Hypancistrus sp. L260, ist wegen seines auffälligen Musters aus dunkler Grundfarbe mit feinen weiß-gelben Punkten ein begehrter Harnischwels. Mit etwa 9–10 cm Länge eignet er sich für Aquascapes und Biotope. Er frisst Algen und wirkt als natürlicher Algenfresser – schön und nützlich zugleich.
Sein friedliches Wesen und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem beliebten Mitbewohner in Gemeinschaftsbecken.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Heimat ist das Amazonasbecken, besonders Brasilien und Nebenflüsse des Rio Xingu. Weiches, saures Wasser, oft klar bis leicht trüb. Er lebt zwischen versunkenen Stämmen, Steinen und dichtem Pflanzenbewuchs. Schwarzwasser mit Huminsäuren und organischem Material prägt Farbe und Säure – wichtig für die Nachbildung im Aquarium.
Pflegeanforderungen
pH 6,0–7,5, Temperatur 23–28 °C (74–82 °F), Weichheit 2–12 °dGH. Mindestens etwa 110 Liter (30 Gallons). Substrat aus Feinsand oder glattem Kies. Wurzelholz, Höhlen und Steine als Verstecke. Mäßiges Licht mit schattigen Zonen. Javafern und Anubias ergänzen das Becken.
Ernährung & Fütterung
Primär pflanzenfressend, aber auch omnivor: sinkende Pellets und Wafers für Pflanzenfresser, dazu Zucchini, Gurke und Spinat. Gelegentlich proteinreiches Frostfutter wie Blutwürmer oder Artemia für Farbe und Abwechslung. Futter sollte am Boden oder in der Dekoration liegen, nicht schwimmen.
Verhalten & Temperament
Friedlich, scheu und zurückgezogen. Versteckt sich zwischen Steinen und Wurzelholz. Leichte Aggression gegenüber ähnlich großen Bodenbewohnern bei Platzmangel. Kein Schwarmfisch, aber kleine Gruppen möglich. Nachtaktiv – abends aktiv beim Fressen und Erkunden.
Mitbewohner
Friedliche Tetras, Rasboras, Skalare und Zwergbuntbarsche mit ähnlichen Wasserwerten. Keine territorialen Buntbarsche oder große Fische, die den Wels als Beute sehen. Keine sehr kleinen Fische oder Larven wegen Fressverhalten.
Zucht
Höhlenbrüter: Höhlen oder Laichplätze anbieten. Etwas höhere Temperatur (~27 °C) und gute Wasserqualität. Das Männchen lockt das Weibchen in die Höhle; 20–50 Eier, vom Männchen bewacht, Schlupf nach 4–7 Tagen. Eltern nach dem Schlupf entfernen. Fry mit zerdrückten Flocken und feinem Granulat füttern.
Häufige Krankheiten
Ich, Flossenfäule und Pilzinfektionen bei schlechter Wasserqualität. Regelmäßige Wasserwechsel, sauberer Bodengrund, ausgewogene Ernährung und wenig Stress durch Überbesatz. Verhaltens- und Erscheinungsänderungen früh erkennen.


















