Senegal-Flösselhecht: Polypterus senegalus
Oft Dinosaurier-Aal genannt — robuster, prähistorisch wirkender Fisch für große Aquarien. Friedlich zu großen Mitbewohnern.

Senegal-Flösselhecht
Der Senegal-Flösselhecht, wissenschaftlich Polypterus senegalus, ist ein markanter Süßwasserfisch mit länglichem, prähistorisch wirkendem Körper, Panzerschuppen und charakteristischer Rückenflosse. Olivgrün bis braun mit dunklen Flecken — er fasziniert Einsteiger und Erfahrene. Seine elegante Fortbewegung und die Fähigkeit, gelegentlich Land zu nutzen dank lungenähnlicher Anpassungen, machen ihn besonders.
In der Aquaristik gilt er als „lebendes Fossil“ — ein Blick in uralte Fischlinien. Er ist Gesprächsstoff und beliebt in Gemeinschaftsbecken, braucht aber sorgfältige Haltung und passende Bedingungen.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Der Senegal-Flösselhecht lebt in langsam fließenden Süßwassern Zentral- und Westafrikas — Senegalbecken, Kongo und verschiedene Seen und Sümpfe. Sümpfe, Marschen und Flüsse mit weichem Schwarzwasser durch Tannine sind typisch. Er versteckt sich zwischen Wurzeln und Unterwasserpflanzen.
Warmes, stehendes Wasser mit leicht saurem bis neutralem pH hat seine Anpassungsfähigkeit in Gefangenschaft geprägt. Wer die Natur nachbildet, fördert Instinkte und Gesundheit.
Haltung & Pflege
Ideal: pH 6,5 bis 7,5, 24 bis 28 °C (75 bis 82 °F), 5–20 °dGH. Mindestens etwa 280 Liter (75 Gallonen) — er wird 30 bis 38 cm lang.
Sandiges oder weiches Substrat schützt den empfindlichen Bauch. Mäßige Beleuchtung mit Schatten durch Steine, Treibholz und Pflanzen. Dichte Bepflanzung gibt Deckung und schafft ein ansprechendes Ökosystem.
Ernährung & Fütterung
Der Senegal-Flösselhecht ist fleischfressend: hochwertige Granulate, gefrorenes oder gefriergetrocknetes Futter wie Rote Mückenlarven und Artemia. Lebendfutter regt Jagd an — kleine Fische, Regenwürmer oder Insektenlarven. Pflanzliches Futter nur gelegentlich, nicht als Hauptkost.
Füttere zwei- bis dreimal wöchentlich mit kontrollierten Portionen — Überfütterung schadet der Gesundheit.
Verhalten & Temperament
Meist friedlich, kann aber mit dem Alter territorial werden. In der Natur eher einzelgängerisch — er braucht Verstecke gegen Stress und Aggression. Größere, gleich große Fische toleriert er oft; kleinere können Beute werden.
Er ist vorwiegend bodenständig, schwimmt aber auch in anderen Wasserschichten. Versteckmöglichkeiten sind entscheidend für ein harmonisches Becken.
Mitbewohner
Wähle robuste, größere Arten: Afrikanische Buntbarsche, große Welse, andere Flösselhechte wie Polypterus delhezi. Meide kleine, zarte Fische wie Guppys oder Salmler sowie Flossenbeißer.
Zucht
Zucht ist anspruchsvoll. Eiablage auf flachen Steinen oder breiten Blättern. Männchen sind oft kleiner mit längerer Rückenflosse. Separates Laichbecken mit pH ca. 6,5–7,0, etwa 27 °C und sanfter Filterung.
Proteinreiche Ernährung vor dem Laich und Verstecke fördern Erfolg. Stabile Bedingungen und Geduld sind nötig.
Häufige Gesundheitsprobleme
Anfällig für Süßwasser-Ich, Flossenfäule und Schwimmblasenstörung. Regelmäßige Wasserwechsel, gute Qualität und ausgewogene Ernährung beugen vor. Beobachte Verhalten und Körperzustand — bei Krankheitszeichen sofort handeln.


















