Südamerikanischer Hummel-Antennenwels: Microglanis iheringi
Ein kleiner, tarnender Wels mit breiten schwarz-gelben Bändern. Ideal für kleinere Gemeinschaftsbecken, tagsüber selten sichtbar.

Südamerikanischer Hummel-Antennenwels
Der Südamerikanische Hummel-Antennenwels (Microglanis iheringi) fasziniert Aquarianer mit seiner auffälligen Färbung und besonderen Form. Breite schwarz-gelbe oder goldene Bänder auf dem schlanken Körper dienen als Tarnung am Flussboden und als Blickfang im Aquarium. Sein neugieriges Wesen macht ihn zu einer beliebten Wahl für schöne und unterhaltsame Besatz.
Als Mitglied der Welsfamilie hilft er, das Ökosystem seines Lebensraums zu erhalten, indem er am Grund nach Nahrung sucht. Mit guter Pflege gedeiht er in Gefangenschaft und macht auf die Bedeutung des Schutzes südamerikanischer Gewässer aufmerksam.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Er stammt aus dem Amazonasbecken, vor allem Brasilien und Peru. Langsam fließende Flüsse und Zuflüsse mit reicher Artenvielfalt. Flache, sedimentreiche Gewässer mit organischem Material und dichter Vegetation. Oft Schwarzwasser mit Tanninen aus abbaubarem Pflanzenmaterial.
In der Natur sucht er Verstecke unter Felsen und Ästen. Diese Bedingungen nachzubilden ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.
Pflegeanforderungen
pH 6,0 bis 7,5, Temperatur 24 bis 28 °C (75–82 °F), weiches Wasser etwa 3–15 °dGH. Gute Filterung und regelmäßige Wasserwechsel — empfindlich gegenüber Ammoniak und Nitrit.
Mindestens 75 Liter (20 US Gallonen). Weicher, sandiger Boden schützt die Barteln. Viele Höhlen und Wurzelholz. Moderate bis schwache Beleuchtung reduziert Stress; lebende Pflanzen verbessern Optik und Wasserqualität.
Ernährung & Fütterung
Vorwiegend Allesfresser mit abwechslungsreicher Ernährung. Sinkende Pellets und Flocken für Welse, dazu Frostfutter wie Blutwürmer, Artemia und Daphnien. Lebendfutter fördert natürliches Suchen. Mehrere kleine Mahlzeiten täglich statt einer großen Portion.
Verhalten & Temperament
Friedlich und für Gemeinschaftsbecken geeignet. Relativ gesellig — am besten in kleinen Gruppen. Kann mit der Zeit leicht territorial werden. Tagsüber oft versteckt, nachts aktiver. Lebt am Beckenboden und hilft als natürliche „Aufräumer“ in bepflanzten Becken.
Mitbewohner
Friedliche kleine bis mittelgroße Arten: Neonsalmler, Corydoras, Rasboras, Schneckenbuntbarsche. Aggressive oder deutlich größere Fische vermeiden — besonders Buntbarsche und große Welse. Sehr schnelle Schwärmer können beim Futter Konkurrenz machen.
Zucht
Zucht ist anspruchsvoll, aber lohnend. Laich oft durch Temperaturabfall und erhöhte Strömung ausgelöst. Das Männchen führt die Hündin zu Laichplätzen. Mehrere hundert Eier am Substrat. Separates Zuchtbecken mit weichem Wasser und gedämpftem Licht erhöht die Erfolgschancen.
Häufige Gesundheitsprobleme
Grundsätzlich robust, aber anfällig für Ichthyophthirius multifiliis (Ich) und Pilzinfektionen bei schlechter Wasserqualität oder Stress. Regelmäßige Parameterkontrolle, sauberes Becken und abwechslungsreiche Ernährung helfen. Neue Fische zuerst quarantänieren.


















