Fisch (Kaltwasser/Teich)

Stör: Acipenser spp.

Ein Kaltwasserfisch, der ein bis drei Meter erreicht und jedes Heimaquarium sprengt. Nur für den Teich — und die meisten Gartenteiche sind immer noch zu klein.

Studio Scaped
Stör: Acipenser spp.

Acipenser spp.

WassertypSüßwasser
Temp.4-20°C (40-68°F)
ErnährungFleischfresser
Größe1,2-3 m (4-10 Fuß)

Acipenser spp., allgemein als Stör bekannt, steht für eine faszinierende Fischgruppe aus der Familie der Acipenseridae. Berühmt für ihre uralte Abstammung existieren Störe seit über 200 Millionen Jahren und haben dabei einen ganz eigenen Entwicklungsweg genommen. Kennzeichnend sind ihr langgestreckter Körper, die schildartigen Knochenplatten und die markante Schnauze, mit der sie den Bodengrund nach Futter absuchen. Ihre Optik ist unvergleichlich: Formen wie der Beluga-Stör und der Sibirische Stör zeigen besondere Farbmuster von Grau bis Olivgrün, oft überzogen von einem schimmernden Glanz, der Liebhaber und Aquarianer gleichermaßen fesselt. Ihre schiere Größe — manche Arten werden über 6 Meter (20 Fuß) lang — und ihr urzeitliches Erscheinungsbild machen sie in jedem Becken zum Blickfang und verleihen ihm eine Aura von Erhabenheit und Geheimnis.

In der Aquaristik hat Acipenser spp. erhebliche Bedeutung — nicht nur wegen der Optik, sondern auch wegen der ökologischen Rolle. Störe werden für ihren Rogen geschätzt, aus dem Kaviar gewonnen wird, was sie in vielen Teilen der Welt zu einer wirtschaftlich und kulturell wichtigen Art macht. Durch Überfischung und die Zerstörung ihrer Lebensräume sind jedoch viele Störarten vom Aussterben bedroht, was den Bedarf an Aufklärung und nachhaltigen Praktiken im Aquarienhandel unterstreicht. Störe im Aquarium zu halten kann das Bewusstsein und den Artenschutz fördern und Liebhabern erlauben, diese großartigen Fische zu schätzen und zugleich zu ihrer Erhaltung beizutragen.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Acipenser spp. kommt überwiegend auf der Nordhalbkugel vor, insbesondere in Flüssen und Küstengebieten Europas, Asiens und Nordamerikas. Die Tiere bewohnen unterschiedliche Süßwasserlebensräume, darunter große Flüsse und einige Brackwasserzonen, zwischen denen sie in verschiedenen Lebensphasen wandern können. Der ökologische Rahmen dieser Lebensräume ist sehr vielfältig — von trüben, sedimentreichen Gewässern bis zu ruhigeren Abschnitten klarer Flusssysteme. Häufig bevorzugen sie Bereiche mit Kies- oder Sandböden, in denen sie nach bodenlebenden Organismen suchen können, ihrer wichtigsten Nahrungsquelle.

Diese Fische gedeihen in Umgebungen, die ihren natürlichen Lebensräumen nachempfunden sind. Da sie zum Ablaichen weite Strecken zurücklegen, ist ein gut strukturiertes, großzügiges Becken, das ihrem natürlichen Ökosystem ähnelt, entscheidend. Solche Bedingungen unterstützen nicht nur ihre Gesundheit, sondern fördern auch ihr natürliches Verhalten — und machen die Haltung dieser besonderen Geschöpfe für Aquarianer zu einem lohnenden Erlebnis.

Haltungsanforderungen

Die Pflege von Acipenser spp. verlangt ein durchdachtes Vorgehen, besonders bei den Wasserwerten. Ideal sind ein pH-Wert von 7,0 bis 8,0, ein Temperaturbereich von 10°C bis 22°C (50°F bis 72°F) und eine Härte zwischen 5 und 20 °dGH. Sauberes Wasser ist unverzichtbar, daher sind leistungsfähige Filteranlagen nötig, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden. Störe reagieren außerdem empfindlich auf Schadstoffe, sodass regelmäßige Wasserwechsel und Kontrollen für optimale Bedingungen unerlässlich sind.

Bei der Einrichtung eines Beckens für Acipenser spp. wird angesichts ihrer möglichen Größe und ihres Schwimmbedürfnisses eine Mindestgröße von rund 1.100 Litern (300 Gallonen) empfohlen. Der Bodengrund sollte aus glattem Kies oder Sand bestehen, um ihre empfindlichen Körper nicht zu verletzen. Da sie sich am Beckenboden aufhalten, sind zudem eine sanfte Beleuchtung und bedacht platzierte Pflanzen zu bevorzugen, die die Schwimmwege nicht versperren. Verstecke aus Wurzelholz oder Steinen geben zusätzlich Sicherheit und schaffen eine angenehme Umgebung für diese majestätischen Fische.

Ernährung & Fütterung

Acipenser spp. ernährt sich überwiegend fleischlich, mit gewissen allesfressenden Neigungen. In freier Wildbahn stehen kleine Fische, Krebstiere und wirbellose Wassertiere auf dem Speiseplan, die sie beim Gründeln im Bodengrund finden. Im Becken ist ein abwechslungsreiches Futterangebot entscheidend, das ihre natürlichen Fressgewohnheiten nachbildet und ihnen zum Gedeihen verhilft. Hochwertige Sinkpellets, die eigens für Bodenfische entwickelt wurden, können die Grundlage bilden. Ergänzend decken Frost- oder Lebendfutter wie Blutwürmer, Artemia, Regenwürmer und sogar kleine Fische ihren Nährstoffbedarf.

Für Gesundheit und Wohlbefinden solltest du Störe mehrmals pro Woche füttern, dabei aber auf angemessene Portionen achten, um Überfütterung zu vermeiden. Gewicht und Wasserqualität im Blick zu behalten ist wichtig, denn nicht gefressenes Futter belastet ihre Umgebung. Als Bodenbewohner brauchen sie mitunter länger, um ihr Futter aufzunehmen — Geduld beim Füttern gehört deshalb zur guten Pflege dazu.

Verhalten & Temperament

Acipenser spp. zeigt Verhaltensweisen, die ihn von anderen Aquarienfischen abheben. Störe sind grundsätzlich friedlich, können sich aber beim Fressen oder in Revierfragen durchsetzungsstark verhalten, besonders auf engem Raum. Schwarmfische sind sie nicht, doch sie schätzen ein gewisses Maß an sozialem Kontakt und brauchen genügend Platz, um ihre Reviere ohne aggressive Begegnungen abzustecken. Sie halten sich meist in Bodennähe auf und eignen sich damit gut für Becken mit großzügigen unteren Flächen, die ihrem natürlichen Gründeln entgegenkommen.

Wenn du Störe im Gesellschaftsbecken hältst, berücksichtige ihre eher einzelgängerische Art und sorge für weiträumige Reviere. Dieses Wissen hilft, möglichen Stress zu verringern, damit sie in ihrer Umgebung gedeihen. Ihre Bewegungen zu beobachten — vor allem, wie sie anmutig über den Bodengrund gleiten — ist ein faszinierendes Schauspiel natürlicher Eleganz.

Mitbewohner

Beifische für Acipenser spp. auszuwählen kann sich lohnen, sofern du auf Verträglichkeit achtest. Störe können friedlich mit größeren, nicht aggressiven Arten zusammenleben, etwa mit bestimmten Welsen (zum Beispiel Plecostomus, Synodontis), größeren Salmlern oder Buntbarschen, die ähnliche Beckenbedingungen brauchen. Zusätzlich vertragen sie sich gut mit Fischen, die andere Beckenzonen nutzen, sodass ihnen unten reichlich Raum zum Schwimmen und Gründeln bleibt.

Unbedingt vermeiden solltest du die Haltung mit kleinen, aggressiven oder flossenzupfenden Arten wie manchen Barben oder kleinen Salmlern, die den Stör stressen oder selbst zur Beute werden könnten. Ebenso können stark territoriale Arten dem eher gutmütigen Wesen des Störs schaden. Mit einem ausgewogenen Gesellschaftsbecken lassen sich die beeindruckende Schönheit und das Verhalten von Acipenser spp. gemeinsam mit passenden Mitbewohnern beobachten.

Zucht

Die Nachzucht von Acipenser spp. im Becken ist anspruchsvoll, aber faszinierend. Das Ablaichen findet typischerweise im Frühjahr statt, wenn die Wassertemperaturen steigen und die Fische flussaufwärts in flache, kiesige Bereiche wandern. Eine erfolgreiche Nachzucht braucht ein großes Becken mit bestimmten Bedingungen: Die Wassertemperatur muss sorgfältig gesteuert werden, um natürliche jahreszeitliche Wechsel nachzubilden, idealerweise in einem Bereich von 18°C bis 20°C (64°F bis 68°F). Zusätzlich hilft eine gut durchlüftete Umgebung mit kräftiger Filterung, die Wasserqualität in dieser kritischen Phase optimal zu halten.

Acipenser spp. zeigt ein besonderes Laichverhalten: Die Weibchen geben ihre Eier verstreut zwischen dem Kies ab. Die Männchen befruchten sie kurz darauf. Für Aquarianer ist es wichtig, die ausgewachsenen Tiere nach dem Ablaichen zu trennen, damit sie die eigenen Eier und Larven nicht fressen. Gelingt das, kannst du den erstaunlichen Kreislauf vom Ei bis zum jungen Stör miterleben — eine große Bereicherung für dein Aquarium.

Häufige Gesundheitsprobleme

Acipenser spp. kann mit mehreren Gesundheitsproblemen zu kämpfen haben, die bei Fischen in Menschenobhut häufig auftreten. Verbreitet sind die Weißpünktchenkrankheit (Ichthyophthirius multifiliis), Flossenfäule und bakterielle Infektionen. Vorbeugen lässt sich vor allem durch eine hohe Wasserqualität und stabile Umweltbedingungen, denn Stress erhöht bei Fischen die Anfälligkeit für Krankheiten. Regelmäßige Kontrollen der Wasserwerte und eine zügige Behandlung beim ersten Krankheitsanzeichen mindern diese Risiken.

Neben der Wasserqualität senken ein geräumiges Becken mit glattem Bodengrund und verträgliche Mitbewohner das Risiko von Verletzungen und stressbedingten Erkrankungen. Halte neue Fische in Quarantäne, vermeide Überbesatz und handle schnell, wenn du eingeklemmte Flossen, Trägheit oder Appetitverlust bemerkst — so bleiben diese großen Bodenbewohner gesund.

Beifische

Stöbere in den Verträglichkeits-Ratgebern der Seite.

Übersicht der Beifisch-Ratgeber

Passt er in dein Becken?

Prüfe diese Art vor dem Kauf gegen dein Wasservolumen, deine Filterung und deinen vorhandenen Besatz — der Rechner plant mit der Endgröße und berücksichtigt so, was aus einem Jungtier wird.

Dein Becken

Das sind dieselben Felder, die der Studio-Scaped-Tracker nutzt — beim Übernehmen musst du also nichts erneut eingeben.

Nutze das Wasservolumen, nicht das aufgedruckte Beckenvolumen — Bodengrund, Hardscape und der Rand nehmen typischerweise 10–15 % davon ein. Volumen unbekannt? Berechne es aus den Maßen deines Beckens.

Fische und Wirbellose

Durchsuche den Studio-Scaped-Katalog. Der Besatz wird an der Endgröße bemessen — ein Becken voller Jungtiere wird also daran gemessen, was aus ihnen wird.

  • Sturgeon
    1fish
    SturgeonKeine Endgröße hinterlegt — bitte unten ergänzen.

Besatz-Einordnung

Geschätzte Bioload

Wasservolumen ergänzen

Ergänze dein Wasservolumen, um eine Schätzung zu erhalten.

–Nicht bewertet
Fische
1
Wasser
Nicht gesetzt
Filterung
Standardfilterung angenommen
Pflanzen
Kein Pflanzenbonus

This is a planning estimate, not a stocking guarantee. Adult size, body mass, feeding, filter media, maintenance and fish behaviour still matter.

Filter & Pflanzen im vollständigen Rechner ergänzen

Häufige Probleme

Diese Gesundheitsprobleme nennt das Profil von Stör – jeweils mit einem Ratgeber zum Erkennen und Behandeln. Quarantäne und stabile Wasserqualität verhindern die meisten davon, also beginne dort.

Mehr aus Fische, Garnelen & Schnecken

ADA
Aqua One
Chihiros
Dennerle
EHEIM
Fluval
Oase
Seachem
Tropica
Twinstar
UNS
ADA
Aqua One
Chihiros
Dennerle
EHEIM
Fluval
Oase
Seachem
Tropica
Twinstar
UNS
ADA
Aqua One
Chihiros
Dennerle
EHEIM
Fluval
Oase
Seachem
Tropica
Twinstar
UNS
ADA
Aqua One
Chihiros
Dennerle
EHEIM
Fluval
Oase
Seachem
Tropica
Twinstar
UNS