Stör-Wels: Platystomatichthys sturio
Eine schöne und einzigartige Art, sehr empfohlen wegen ihres friedlichen Wesens und markanten Aussehens im Aquarium.

Stör-Wels
Der Stör-Wels, wissenschaftlich Platystomatichthys sturio, ist eine faszinierende Süßwasserart mit störähnlichem, langem Körper, flachem Kopf und etwa vier Paaren Barteln. Die Färbung reicht von graubraun bis dunkler mit Flecken und Mustern – optisch ansprechend und an ein bodenbewohnendes Leben angepasst.
In der Aquaristik wird er wegen Optik und Einblicke in aquatische Ökosysteme geschätzt. In freier Wildbahn kann er bis etwa 75 cm werden; er steht für die Biodiversität tropischer Gewässer und für Bewusstsein zu Lebensraumschutz.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Der Stör-Wels stammt aus Flüssen und Mündungsgebieten des Guayana-Schilds, besonders Küstenregionen in Brasilien, Französisch-Guayana, Guyana und Suriname. Er lebt in Süß- und Brackwasser mit langsam fließendem Wasser unter dichter Vegetation, weichem Substrat und Unterwasserstrukturen.
Oft in Schwarzwasser mit hohem organischem Anteil und niedrigem pH – ein nährstoffreiches Umfeld mit vielfältigen Wirbellosen als Nahrung. Erhalt seiner natürlichen Habitate ist für das Überleben der Art wichtig.
Haltung & Pflege
Ideale Werte: pH 6,0 bis 7,5, Temperatur 75 °F bis 82 °F (24 °C bis 28 °C), Härte 2 bis 10 dGH. Regelmäßige Wasserwechsel und gute Filterung simulieren saubere, dynamische Naturgewässer.
Mindestens 75 Gallonen wegen potenzieller Größe. Feinsand oder glatter Kies; viele Verstecke aus Wurzelholz, Steinen und dichter Vegetation. Schwache bis moderate Beleuchtung wie in trüben Flussgewässern.
Ernährung & Fütterung
Als Allesfresser mit vielfältiger Wildnahrung braucht er im Aquarium abwechslungsreiche Kost: sinkende Wels-Pellets als Basis; ergänze mit Gefrier- oder Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia und Regenwürmern; gelegentlich Spirulina oder blanchierte Zucchini.
Ein- bis zweimal täglich in Mengen, die in wenigen Minuten verzehrt werden. Manche Tiere fressen langsam – Futteraufnahme beobachten.
Verhalten & Temperament
Ruhiges, bodennahes Verhalten; kann sozial sein, etabliert aber Reviere in kleinen Gruppen. Genug Platz und Verstecke reduzieren Konkurrenz und Stress.
Meist friedlich, manche Individuen territorial gegenüber ähnlich großen Bodenbewohnern. Vermeide zu aggressive oder zu kleine Mitbewohner.
Mitbewohner
Geeignet: größere Tetras, nicht aggressive Buntbarsche, größere Barben; friedliche Schmerlen und langsame Welse bei genug Territorium.
Vermeide aggressive große Buntbarsche, schnelle Konkurrenten in derselben Zone und kleine Fische, die in sein Maul passen.
Zucht
Zucht im Aquarium bleibt schwierig. In freier Wildbahn laicht die Art in der Regenzeit bei steigendem Wasserstand und reichlich Futter. Im Aquarium: makellose Wasserqualität, leicht erhöhte Temperatur (etwa 82 °F / 28 °C) und niedriger pH.
Laichhöhle oder geeignetes Substrat; Männchen zeigt Balz. Entferne die Eltern nach dem Laich. Erfolgreiche Zucht ist selten, aber mit Geduld und passenden Bedingungen möglich.
Häufige Gesundheitsprobleme
Wie viele Fische kann der Stör-Wels an Ich (Cryptocaryon irritans), das sich als kleine weiße Punkte auf der Haut zeigt, und Flossenfäule leiden, oft verursacht durch schlechte Wasserqualität oder Verletzungen. Hohe Wasserqualität durch regelmäßige Wechsel und Parameterkontrolle reduziert Risiken.
Stress geht Krankheiten oft voraus – ein angemessen großes Becken mit reichlich Verstecken,


















