Winemillers Erdfresser: Geophagus winemilleri
Ein majestätischer und eleganter südamerikanischer Buntbarsch – Winemillers Erdfresser besticht durch feine Muster und anmutiges Siebverhalten.

Winemillers Erdfresser
Winemillers Erdfresser, wissenschaftlich Geophagus winemilleri, stammt aus dem Amazonasbecken, besonders Rio Orinoco und Zuflüsse in Venezuela. Lebendige Blau- und Erdtöne, seitlich abgeflachter Körper – ein Hingucker und Gesprächsthema in Gemeinschaftsbecken.
Typisches „Erdfresser“-Verhalten: Substrat durchsieben nach Kleintieren und Detritus. Relativ friedlich und ideal für Becken mit naturnaher Einrichtung.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Langsam fließende Gewässer mit weichem, sandigem Boden am Rio Orinoco. Klar bis leicht getrübt, „Schwarzwasser“ durch organisches Material. Feiner Sand und Schlamm ermöglichen das charakteristische Sieben.
Dichte Vegetation und versunkene Strukturen als Schutz und Nahrungsquelle. Gedämpftes Licht und sanfte Strömung im Aquarium reduzieren Stress.
Pflegeanforderungen
pH 6,0 bis 7,5, 75 °F bis 82 °F (24 °C bis 28 °C), 5 bis 15 °dGH. Stabile Werte besonders bei Wasserwechseln. Mindestens 75 Gallonen; weicher Sandboden für Siebverhalten. Treibholz, Steine und Pflanzenpatches.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser: hochwertige Cichliden-Pellets, Flocken und Granulate; Tiefkühl- und Lebendfutter wie Mückenlarven, Artemia, Daphnien. Gelegentlich blanchiertes Gemüse. 2–3 mal täglich kleine Portionen.
Verhalten & Temperament
Generell friedlich mit passenden Mitbewohnern; territorial in der Brutzeit. Bodennah mit charakteristischem Sand-Sieben. Moderat sozial in Paaren oder kleinen Gruppen; genug Revierfläche mindert Aggression.
Mitbewohner
Mittlere bis größere Buntbarsche wie Severums, andere Geophagus-Arten, größere Welse; größere Tetras, Regenbogenfische, Guramis. Oscars, Bettas und Flossenbeißer vermeiden.
Zucht
Starke Paarbindung; leicht saures Wasser (pH 6,0–6,5), etwa 80 °F (27 °C), viele Verstecke. Eier auf flachen Steinen; beide Elternteile bewachen und fächeln. Gute Wasserqualität und passende Ernährung für die Jungfische.
Häufige Gesundheitsprobleme
Anfällig für Ich, Mundfäule (Columnaris) und Schwimmblasenstörung. Regelmäßige Wasserwechsel, Quarantäne, kein Überbesatz, Verstecke und stabile Bedingungen. Frühzeitige Beobachtung verbessert die Prognose.


















