Süßwasser

Fadenalgen: Bestimmung & Behandlung

Lange grüne, schwarze oder rote Algenfäden an Pflanzen, Hardscape und Technik.

Studio Scaped
Fadenalgen: Bestimmung & Behandlung

Fadenalgen

Fadenalgen: Studio Scaped führt diesen Algentyp für Süßwasseraquarien. Dieser Ratgeber zeigt, wie du ihn von den Typen unterscheidest, mit denen er am häufigsten verwechselt wird, welche Bedingungen ihn auslösen, welche Werte du vor einer Behandlung messen solltest und wie du sein Wiederkommen verhinderst. In den meisten Becken ist der entscheidende Faktor die CO₂-Stabilität.

Gebräuchlicher NameFadenalgen
WassertypSüßwasser
Wichtige ChecksNitrat, Phosphat, Beleuchtung
VorgehenUrsache finden, dann behandeln — Algen sind ein Symptom für Ungleichgewicht

So erkennst du fadenalgen

Lange grüne, schwarze oder rote Algenfäden an Pflanzen, Hardscape und Technik.

Vergleiche das Foto oben mit deinem eigenen Becken, bevor du behandelst: Mehrere Algentypen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, brauchen aber völlig unterschiedliche Korrekturen, und den falschen zu behandeln kostet Wochen. Wenn du unsicher bist, stellt der vollständige Bestimmungsratgeber die gängigen Typen nebeneinander.

Warum sie auftreten

Algen sind ein Symptom, nicht die Krankheit. Der übliche Auslöser ist hier ungleichgewicht zwischen Licht, CO₂ und Nährstoffen im Pflanzenbecken. Die vollständige Liste der Ursachen, die du ausschließen solltest:

  • Ungleichgewicht zwischen Licht, CO₂ und Nährstoffen im Pflanzenbecken
  • Erhöhtes Nitrat oder Phosphat ohne ausreichende Aufnahme durch die Pflanzen
  • Beleuchtungsdauer länger, als die Pflanzen sie nutzen können
  • Niedriges oder schwankendes CO₂ bei starker Beleuchtung

Was du messen solltest und was die Werte bedeuten

Was messenÜblicher ZielwertWorauf ein abweichender Wert hindeutet
Nitrat (NO₃⁻)5–20 ppm bepflanzt · unter 10 ppm im RiffSteigendes Nitrat zeigt, dass mehr Abfall hineingeht, als Wasserwechsel und Pflanzen austragen. Nahe null hungern die Pflanzen im Pflanzenbecken zuerst und Algen bekommen den Vorteil.
Phosphat (PO₄³⁻)0,5–1,5 ppm bepflanzt · unter 0,1 ppm im RiffWird oft für Algen verantwortlich gemacht, aber es auf null zu ziehen geht meist nach hinten los: die Pflanzen stocken zuerst und die Alge nimmt den Platz.
Lichtintensität und Beleuchtungsdauer6–8 Stunden für die meisten PflanzenbeckenLicht über das hinaus, was deine Pflanzen verwerten können, bleibt für die Algen übrig. Reduziere die Dauer vor der Intensität — sie lässt sich leichter steuern.
CO₂20–30 ppm bei eingeschaltetem Licht (Anlagen mit Injektion)Instabilität treibt mehr Algen als der absolute Wert. Prüfe, ob der Wert vor dem Einschalten des Lichts erreicht ist und über den ganzen Tag hält, nicht nur mittags in der Spitze.
Pflanzenmasse und -zustandaktiv wachsend, nicht schmelzendGesunde Pflanzen konkurrieren mit den Algen um dieselben Nährstoffe. Schmelzende oder stockende Pflanzen geben diese Nährstoffe frei.
Futtermenge und -häufigkeitin 2–3 Minuten gefressen, keine ResteNicht gefressenes Futter ist die häufigste versteckte Nährstoffquelle. Es zersetzt sich unsichtbar im Bodengrund und in den Filtermedien.

Nimm diese Messwerte, bevor du irgendetwas änderst. Ohne Ausgangswerte lässt sich hinterher nicht sagen, welche Korrektur gewirkt hat, und Algenprobleme haben meist mehr als eine Ursache.

Behandlung und Gegenmaßnahmen

  • So viel Algen wie möglich von Hand entfernen, bevor du die Bedingungen änderst
  • Beleuchtungsdauer an den Pflanzenbedarf anpassen — als Startpunkt oft 6–8 Stunden
  • CO₂ stabilisieren und die Düngung überprüfen, wenn du ein Pflanzenbecken betreibst
  • Phosphat und Nitrat über Wasserwechsel und weniger Futter senken
  • Algenfressende Helfer erst einsetzen, nachdem das Ungleichgewicht behoben ist

So kommen sie nicht wieder

  • Halte das CO₂ über die gesamte Beleuchtungsdauer stabil — Schwankungen treiben diesen Typ stärker als der absolute Wert
  • Reduziere die Beleuchtungsdauer vor der Intensität; Licht, das deine Pflanzen nicht nutzen können, bleibt den Algen
  • Füttere nur, was in zwei bis drei Minuten gefressen wird; Reste zersetzen sich unsichtbar
  • Dünge nach deiner Pflanzenmasse, nicht auf null — wer das Becken aushungert, hungert zuerst die Pflanzen aus
  • Halte die Pflanzen aktiv am Wachsen — gesunde Pflanzen konkurrieren mit diesem Typ um dieselben Nährstoffe
  • Setze neue Pflanzen und neues Hardscape in Quarantäne — so gelangen die meisten Algen überhaupt erst ins Becken

Ist die Ursache behoben, rechne mit zwei bis vier Wochen bis zum sichtbaren Rückgang — vorhandener Bewuchs verschwindet nicht mit der Ursache. Entferne also von Hand, was geht, und beurteile den Erfolg daran, ob neuer Bewuchs auftritt.

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Häufige Fragen

Fadenalgen: Wie lange dauert es, bis das Problem verschwindet?

Rechne mit zwei bis vier Wochen, nachdem die Ursache behoben ist. So viel Algen wie möglich von Hand entfernen, bevor du die Bedingungen änderst Vorhandener Bewuchs muss in der Regel von Hand entfernt werden — die Bedingungen zu korrigieren stoppt die Ausbreitung, löst aber nicht auf, was schon da ist.

Erledigen das die Algenfresser für mich?

Weidegänger halten ein bereits korrigiertes Becken sauber; ein unkorrigiertes retten sie selten. Amanogarnelen und einige lebendgebärende Arten weiden Fadenalgen gut ab, solange sie kurz sind.

Soll ich die Nährstoffe entziehen, um sie auszuhungern?

Das geht meist nach hinten los. Pflanzen stocken früher als Algen, und die Nährstoffe, die sie dann nicht mehr verbrauchen, stehen genau der Alge zur Verfügung. Bringe Licht, CO₂ und Düngung mit deiner Pflanzenmasse in Einklang, statt die Düngung auf null zu fahren.

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