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Schwarzer Leopard-Lippfisch

Der Schwarze Leopard-Lippfisch (Macropharyngodon negrosensis) ist ein wunderschöner, aber empfindlicher sandschlafender Lippfisch aus dem Indopazifik — riffsicher und nur für eingefahrene Becken.

Studio Scaped
Schwarzer Leopard-Lippfisch

Schwarzer Leopard-Lippfisch

Der Schwarze Leopard-Lippfisch (Macropharyngodon negrosensis) ist ein fein gemusterter Rifffisch — sein dunkler Körper fein gesprenkelt und gescheckt in einem leopardenartigen Mosaik. Anmutig und friedlich ist er einer der schönsten kleinen Lippfische im Hobby — und zugleich einer der empfindlicheren, wobei die Fütterung die zentrale Herausforderung darstellt. Er ist eindeutig ein Fisch für eingefahrene, nahrungsreiche Riffsysteme und erfahrene Halter.

Eine charmante Eigenart aller Leopard-Lippfische ist, dass sie sich zum Schlafen und bei Furcht im Sand vergraben — vollständig unter dem Substrat verschwinden und wieder auftauchen, als wäre nichts geschehen.

Natürlicher Lebensraum & Herkunft

Macropharyngodon negrosensis kommt vom Andamanensee und Christmas Island bis zu den Philippinen und Samoa vor, nördlich bis zu den Ryūkyū-Inseln und südlich bis Nordaustralien. Er lebt in Lagunen- und Außenriffen über gemischtem Sand und Korallen und pickt kontinuierlich am Substrat nach winzigen Wirbellosen, wobei er nachts im Sand vergraben schläft.

Das macht zwei Dinge in Gefangenschaft unerlässlich: ein offenes, feines Sandbett, in das er sich eingraben kann, und ein eingefahrenes Becken reich an den kleinen Lebendfutterarten, die er abweidet.

Haltungsanforderungen

Halte stabile Meerwasserbedingungen: Salzgehalt um 1,024–1,026, pH 8,1–8,4 und eine Temperatur von etwa 24–26°C (75–79°F). Mit etwa 12 cm (5 Zoll) Länge sollte er in einem eingefahrenen Becken von rund 200 Litern (ca. 55 US-Gallonen) oder mehr mit weichem Sandbett ausreichender Tiefe zum Graben gehalten werden. Ein sicherer Deckel ist wichtig, da Lippfische springen.

Die biologische Reife des Systems ist wichtiger als die reine Größe: ein eingefahrenes Becken — idealerweise mit einem Refugium, das Copepoden und Amphipoden liefert — ist der wichtigste Faktor, um diesen Lippfisch am Leben zu halten.

Ernährung & Fütterung

Der Schwarze Leopard-Lippfisch ist ein Mikro-Fleischfresser und ernährt sich von kleinen benthischen Wirbellosen, die er aus Sand und Gestein pickt. Die Fütterung ist die bestimmende Schwierigkeit: frisch importierte Exemplare lehnen oft Fertigfutter ab und sind stark auf natürliche Mikrofauna angewiesen. Biete ein eingefahrenes Becken mit reichlich lebenden Copepoden und Amphipoden und locke ihn auf häufige kleine Mahlzeiten aus gefrorenem Mysis, angereicherten Artemia und fein gehacktem Meeresfrüchte-Futter. Beobachte seinen Zustand genau — ein magerer Leopard-Lippfisch braucht sofort häufige Lebendfütterung.

Verhalten & Temperament

Dies ist ein friedlicher, nicht aggressiver Fisch, der niemanden stört, den Tag über am Sand und Gestein Nahrung suchend und die Nächte unter dem Substrat vergraben verbringend. Er kann einzeln oder in einem großen Becken in einer kleinen Gruppe verträglicher Individuen gehalten werden. Seine Empfindlichkeit, nicht sein Temperament, ist der limitierende Faktor.

Mitbewohner

Halte ihn mit ruhigen, nicht aggressiven Rifffischen — anderen friedlichen Lippfischen, Grundeln, Fahnenbarschen, Kardinalfischen und Ähnlichen — die ihn nicht beim Futter übertrumpfen. Vermeide lebhafte oder gierige Mitbewohner. Er ist vollständig riffsicher, lässt Korallen und Zierwirbellose in Ruhe und ist eine ausgezeichnete Wahl für ein friedliches, eingefahrenes Riff.

Zucht

Macropharyngodon negrosensis ist ein protogyn hermaphroditischer pelagischer Laicher; die Aufzucht der Larven ist im Heimaquarium nicht erreichbar, daher stammen Handelstiere aus Wildfang.

Häufige Krankheiten

Das größte Risiko für diese Art ist Verhungern in einem unreifen oder unterversorgten Becken — Fressreaktion und ein eingefahrenes, copepodenreiches System haben Vorrang vor dem Erwerb. Leopard-Lippfische sind auch während Transport und Akklimatisation empfindlich. Wie alle Meeresfische können sie von Meerwasser-Ich (Cryptocaryon irritans) und Meerwasser-Oodinium (Amyloodinium ocellatum) betroffen sein, wobei ihre Sand-Schlafgewohnheit bedeutet, dass Quarantänebecken ein Sandbett benötigen. Wähle ein fressfreudiges Exemplar, biete ein eingefahrenes Riff mit tiefem Sandbett — und dieser exquisite Lippfisch kann in den richtigen Händen gedeihen.

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