Blauaugen-Doktorfisch
Der Blauaugen-Doktorfisch (Ctenochaetus binotatus) ist ein robuster Indo-Pazifik-Borstenzahn-Doktorfisch — ein friedlicher, riffverträglicher Detritus- und Biofilm-Algenfresser, der das Riff sauber hält.

Blauaugen-Doktorfisch
Der Blauaugen-Doktorfisch (Ctenochaetus binotatus), auch Zweifleck-Borstenzahn-Doktorfisch genannt, ist ein fleißiges Mitglied der Doktorfischfamilie. Warmbraun mit feiner blauer Tupfung und Linien sowie zwei dunklen Flecken an der Basis von Rücken- und Afterflosse — dezenter als prächtige Segelflossen-Doktorfische, doch sein wahrer Wert liegt im Maul. Als Borstenzahn-Doktorfisch hat er kammartige Zähne, um die Biofilm-Schicht aus Detritus und Mikroalgen von Riffoberflächen abzuschaben — einer der besten natürlichen Putzer im Riffaquarium.
Friedlich für einen Doktorfisch und wirklich nützlich — ein beliebter Arbeitsfisch in etablierten Riffaquarien.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Ctenochaetus binotatus ist im Indopazifik weit verbreitet, von Ostafrika bis zu den Tuamotu-Inseln und von Süd japan bis New South Wales. Er lebt in tiefen Lagunen und Außenriffen mit Koralle und Geröll bis etwa 60 m Tiefe und weidet ständig über Fels und Sand.
Im Aquarium braucht er viel Lebendgestein mit Weideflächen und offenen Schwimmraum in einem ausgereiften System mit Biofilm und Detritus.
Pflegeanforderungen
Stabile Meerwasserbedingungen: Salzgehalt etwa 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, Temperatur etwa 24–26°C (75–79°F), gute Strömung. Bis etwa 22 cm; mindestens etwa 340 Liter (90 US-Gallonen). Robust und anpassungsfähig.
Ernährung & Fütterung
Weidet Biofilm aus Detritus und Mikroalgen (inkl. Kieselalgen), nicht lange Fadenalgen. Ergänze mit Nori, Herbivoren- und Spirulina-Futter sowie algenbasiertem Frostfutter.
Verhalten & Temperament
Relativ friedlicher Doktorfisch; territorial gegenüber Artgenossen, besonders anderen Borstenzahn-Doktorfischen. Am besten als einziger Ctenochaetus. Schwanzstachel ist Abwehrwaffe — vorsichtig handhaben.
Mitbewohner
Friedliche bis halbaggressive Rifffische — andere Tangs mit Platz, Lippfische, Kaiserfische, Anthias, Clownfische. Kein zweiter Borstenzahn in kleinen Becken. Riffverträglich.
Zucht
Pelagischer Laicher; im Heimaquarium nicht gezüchtet. Wildfang.
Häufige Gesundheitsprobleme
Anfällig für Meerwasser-Ich (Cryptocaryon irritans) und Meeresvelvet (Amyloodinium ocellatum). Quarantäne, stabile Werte, Strömung und Weideflächen.


















