Feuergarnele: Lysmata debelius
Die visuell auffälligste Garnele in der Salzwasseraquaristik. Tiefblutroter Körper mit brillanten weißen Fühlern und Flecken – ein lebendes Juwel fürs Riffbecken.

Feuergarnele
Die Feuergarnele, wissenschaftlich bekannt als Lysmata debelius, ist eine lebhafte und faszinierende Art, die Aquarianer weltweit begeistert. Mit markanter roter Färbung, weißen Streifen und blauen Akzenten sticht sie in jedem Meerwasseraquarium hervor. Als Putzerin frisst sie Parasiten und Algen von Fischen und anderen Meeresbewohnern und trägt zur ökologischen Balance bei.
In der Aquaristik ist die Feuergarnele wegen Robustheit und einfacher Pflege beliebt – für Anfänger und Erfahrene. Ihr lebhaftes Wesen und interaktives Verhalten bietet Unterhaltung; ihr Verhalten spiegelt oft den Gesamtzustand des Beckens wider.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Die Feuergarnele stammt aus warmen Gewässern der Indopazifik-Region – Rotes Meer, Fidschi, Philippinen. Klare, flache Gewässer um Korallenriffe mit Spalten und geschützten Bereichen in Korallenstrukturen. Warmes tropisches Wasser von 24°C bis 28°C (75°F bis 82°F), pH 8,1 bis 8,4.
Haltung & Pflege
Idealer pH 8,1 bis 8,4, Temperatur 24°C bis 28°C (75°F bis 82°F), KH 8–12 dKH, Salinität 1,023–1,025. Mindestens 75 Liter (20 Gallonen). Sandiges Substrat; LED-Beleuchtung oft bevorzugt; lebendes Gestein und Korallen als Verstecke.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser mit Ernährung aus Algen, Detritus und kleinen Wirbellosen. Ausgewogene Mischung aus Flocken, Pellets und Tiefkühlfutter für Garnelen und Meeresbewohner; algenbasiertes Futter für Farben und Gesundheit. Gelegentlich fein gehackte Garnelen, Fisch oder Lebendfutter wie Artemia und Mysis-Garnelen. Mehrmals wöchentlich füttern, Überfütterung vermeiden.
Verhalten & Temperament
Friedliches, geselliges Wesen – ideal für Gemeinschaftsbecken. Gedeiht in Gruppen; Putzverhalten an größeren Fischen. Bodennahe, klettert aber auch auf Felsen und Korallen. Gelegentlich territoriales Verhalten beim Fressen – viele Verstecke reduzieren Stress. Paare oder kleine Gruppen fördern Wohlbefinden.
Mitbewohner
Friedliche Rifffische wie Clownfische, Grundeln, kleine Doktorfische und Schleimfische. Weichtiere wie Schnecken, Einsiedlerkrebse und bestimmte Korallen passen gut. Vermeide größere oder aggressive Fische wie Feuerfische, Drückerfische oder große Lippfische sowie aggressive Krebse.
Zucht
Lohnend, aber anspruchsvoll. Weibchen trägt befruchtete Eier unter dem Schwanz bis zum Schlüpfen; gesundes Männchen für Balz nötig. Stabile Wasserwerte und ausreichend Futter; leicht erhöhte Temperatur und viele Verstecke fördern Zucht. Niedrige Fischdichte während Zuchtversuchen reduziert Stress.
Häufige Gesundheitsprobleme
Häufige Probleme durch schlechte Wasserqualität oder Stress – z. B. Häutungsprobleme bei unzureichendem Calcium. Anfällig für Meerwasser-Ich (Cryptocaryon irritans) und bakterielle Infektionen. Stressfreies Milieu, kein Überbesatz, einwandfreie Wasserqualität und regelmäßige Wartung sind entscheidend.


















