Green Chromis
Der Green Chromis (Chromis viridis) ist ein atemberaubender, schimmernder Meeresfisch, bekannt für friedliches Schwarmverhalten und irisierende hellgrüne bis blaue Färbung.

Green Chromis
Der Green Chromis (Chromis viridis) gehört zu den beliebtesten und verbreitetsten Fischen in der Meerwasseraquaristik. Hauptreiz: prächtige, wechselnde Färbung — leuchtend hellgrün, schimmerndes Apfelgrün oder sanftes Himmelblau je nach Licht und Blickwinkel.
Mit etwa 10 cm (4 Zoll) ist er schlank und anmutig. Anders als viele aggressive Riffbarsche ist der Green Chromis meist friedlich — einer der wenigen Meeresfische, die (und sollten) in größerer Schule gehalten werden.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Weit verbreitet im tropischen Indopazifik — vom Roten Meer und Ostafrika bis zu den Line- und Tuamotu-Inseln. Fast immer in großen, dichten Schwärmen an verzweigten Acropora-Korallen in flachen, geschützten Lagunen und Außenriffen. Bei Gefahr taucht der ganze Schwarm gleichzeitig in die Korallenäste — im Wild spektakulär.
Haltungsanforderungen
Der Green Chromis ist außergewöhnlich robust und anpassungsfähig — ideal für Einsteiger und Experten im Riffbecken. Standard-Meerwasser: pH 8,1–8,4, 24°C–28°C (75°F–82°F).
Mindestens 120 Liter (30 Gallonen) für eine kleine Gruppe. Einzelhaltung möglich, aber deutlich wohler und natürlicher in Gruppen ab 6. Viel Schwimmfläche — aktive Patrouille der Wassersäule — plus Lebendgestein mit Spalten oder verzweigten Korallen als Nachtversteck.
Ernährung & Fütterung
In der Natur Planktonfresser — Zooplankton in der Strömung. Aktiv mit hohem Stoffwechsel — häufige, kleine Fütterungen nötig.
Im Aquarium mindestens 2–3 Mal täglich. Meeresflocken und -pellets, stark ergänzt mit vitaminangereichertem Frost- oder Lebendfutter: Mysis, Artemia, Copepoden. Konstante, zuverlässige Ernährung verhindert „Aggression“ im Schwarm, wenn stärkere Fische schwächere mobben, weil Futter knapp ist.
Verhalten & Temperament
Hoch sozial und friedlich. Häufiges Phänomen: Schwarm von 6–7 schrumpft über Monate auf 1–2 — meist zu wenig häufige Fütterung oder zu wenig Platz, was eine Hierarchie auslöst, in der der Dominante die Schwächsten langsam fertigmacht.
Für langfristigen Schwarm: groß genuges Becken und mehrfach täglich füttern. Vollständig riffsicher — stört Korallen, Wirbellose oder andere Fischarten nicht.
Mitbewohner
Hervorragende Gemeinschaftsfische mit fast allen friedlichen Meeresarten:
- Clownfische
- Schleimfische und Grundeln
- Doktorfische
- Zwergkaiserfische
- Fahnenbarsche
Keine großen Räuber (Feuerfische, Zackenbarsche), keine extrem aggressiven Riffbarsche, die um Territorium übertrumpfen.
Zucht
Laichen häufig im Heimaquarium, Aufzucht der Larven extrem schwierig. Das Männchen räumt einen Nestplatz auf Fels oder Substrat und lockt mit „Schüttel“-Tanz. Nach dem Laich bewacht und fächelt es die haftenden Eier (Schlupf meist innerhalb 3 Tage). Larven mikroskopisch — Rotiferen als erstes Futter über mehrere Tage.
Häufige Gesundheitsprobleme
Generell sehr krankheitsresistent. Gelegentlich anfällig für Uronema marinum, ein Ciliat, oft bei Wildfängen. Manifestiert sich als rote Geschwüre oder Läsionen. Quarantäne neuer Tiere und makellose Wasserqualität mit hohem Durchlauf verhindern Uronema und andere Parasiten wie Ich.


















