Lubbocks Feenlippfisch: Cirrhilabrus lubbocki
Lubbocks Feenlippfisch (Cirrhilabrus lubbocki) ist ein lebhafter, polychromatischer Indo-Pazifik-Schönheit – mit Rot, Gelb und Violett sowie aktivem, friedlichem Wesen.

Lubbocks Feenlippfisch (Cirrhilabrus lubbocki) ist ein Meisterwerk der Rifffarben und ein Favorit unter Meerwasseraquarianern. Er zeichnet sich durch lebendigen, mehrfarbigen Körperbau aus – oft rot oben, gelb oder weiß unten, mit violetten Flossenrändern. Friedlich und gesellig, ohne die Aggression vieler größerer Verwandter. Markenzeichen: dynamisches Schwimmen und „Flashing“, bei dem Männchen die Farben bei sozialen Displays oder Balz intensivieren.
Im Aquarium sind sie die „Rifftänzer“. Tagsüber aktiv, patrouillieren sie Gestein und obere Wassersäule auf der Suche nach kleinem Plankton.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Cirrhilabrus lubbocki ist im westlichen Pazifik beheimatet, u. a. Philippinen, Indonesien und Salomonen. Er lebt in flachen, geschützten Riffen und Lagunen in 2 bis 30 Metern Tiefe. Große, lockere Schwärme über Acropora-Bänken oder in Bereichen mit Geröll und Strömung. Klares, sauerstoffreiches Wasser mit zooplanktonreichen Gezeiten.
Haltung & Pflege
Lubbocks Feenlippfisch ist eine Anfänger-Art im Meerwasser – robust und anpassungsfähig. Mindestens 90 Liter (24 Gallonen) für ein Tier, 150 Liter (40 Gallonen) bevorzugt für eine Gruppe.
Halte stabile Meerwasserwerte: pH 8,1 bis 8,4 und Temperatur 24°C bis 28°C (75°F bis 82°F). KRITISCH: Ausgezeichnete Springer. Das Aquarium MUSS immer einen fest schließenden Deckel oder Gitter haben. Viel Schwimmraum plus Live Rock mit Verstecken und Spalten. TIPP: Kein Sandbett zum Schlafen nötig – versteckt sich nachts in Felsritzen in Schleimkokon.
Ernährung & Fütterung
Zooplankton-fressender Fleischfresser – winzige Krebstiere und Larven in der Wassersäule.
In Gefangenschaft robuster Appetit:
- Hochwertige Meeres-Pellets und Flocken (wenn klein genug) als Grundnahrung.
- Regelmäßig fleischiges Futter: Mysis, Artemia, Calanus, fein gehackte Meeresfrüchte.
- Tipp: Hoher Stoffwechsel; 2× täglich füttern, um Gewichtsverlust zu vermeiden.
- Hilft bei kleinen Plage-Tieren wie Plattwürmern oder kleinen Borstenwürmern auf neuen Korallen.
Verhalten & Temperament
Sehr friedlich. Keine Aggression gegenüber anderen Arten; gesellig mit friedlichen Lippfischen. Einzeln oder als ein Männchen mit mehreren Weibchen. Protogyn hermaphrodit – dominantes Weibchen wird bei Bedarf Männchen. Riffsicher für Korallen und die meisten Wirbellose; sehr kleine Ziergarnelen können von größeren Adulten als Beute gesehen werden.
Mitbewohner
Friedliche Riffarten:
- Anthias und Chromis
- Clownfische und Schleimfische
- andere friedliche Lippfische (Feen-, Flasher-, Leopard-Lippfische)
- Grundeln und Mandarinfische
- alle Korallen
Nicht mit aggressiven Dottybacks, großen Drückerfischen oder lebhaften Demoisellen, die mobben oder zum Springen stressen.
Zucht
Die Zucht von Lubbocks Feenlippfisch in Gefangenschaft ist selten, in Profi-Anlagen aber zunehmend erfolgreich. Pelagische Laicher mit schnellem vertikalem Aufstieg. Larvenaufzucht braucht Mikrofutter und präzise Kontrolle – große Herausforderung im Hobby.
Häufige Gesundheitsprobleme
Allgemein sehr robust. Hauptprobleme: Fang-/Transportstress und innere Parasiten bei Wildfang. Abgedecktes, stabiles Riffbecken mit abwechslungsreicher Ernährung sichert die potenzielle Lebensdauer von 5–8 Jahren.


















