Rand-Korallenfisch
Der Rand-Korallenfisch (Chelmon marginalis) ist ein eleganter australischer Langnasen-Falterfisch — spezialisierter Wirbellosenpicker für erfahrene Riffhalter.

Rand-Korallenfisch
Der Rand-Korallenfisch (Chelmon marginalis) ist ein anmutiger australischer Falterfisch, naher Verwandter des bekannten Kupferband-Falterfisches. Perlweißer Körper mit weichen orange-gelben Bändern und langer, zangenartiger Schnauze. Der Schnabel ist sein Markenzeichen — er pickt winzige Wirbellose aus kleinsten Spalten, inklusive der Plageanemone Aiptasia wie beim Kupferband. Schön und empfindlich — er braucht ein reifes Becken und erfahrene Halter.
Seine spezialisierte Ernährung macht ihn nützlich gegen Plagen und langfristig schwer zu ernähren.
Natürliches Habitat & Herkunft
Chelmon marginalis lebt an Riffen im Norden und Westen Australiens und durchsucht methodisch Korallen und Fels nach kleinen Wirbellosen. Meist einzeln oder paarweise, bewegt sich bedacht über das Riff.
Im Aquarium: reifes System mit viel lebendem Gestein voller Mikrofauna, ruhige Umgebung und Zeit zum Eingewöhnen.
Pflege & Haltung
Stabile Meerwasserbedingungen: Salzgehalt ca. 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, etwa 24–26 °C (75–79 °F). Bis ca. 18 cm (7 Zoll) — reifes Becken ab ca. 280 Litern (75 US-Gallonen) mit viel Gestein. Makellose, stabile Wasserqualität und friedliche Umgebung sind essenziell.
Ernährung & Fütterung
Spezialisierter Fleischfresser — Würmer, kleine Krebstiere und Aiptasia vom Riff. Fütterung ist die zentrale Herausforderung: frisch importierte Tiere lehnen oft Fertigfutter ab und leben zunächst von Mikrofauna. Locke mit Frost-Mysis, angereicherter Artemia, fein gehacktem Meeresfrüchte-Futter und Lebendfutter, häufig füttern; reifes, mikrofaunareiches Becken überbrückt die Umstellung. Ein mageres, nicht fressendes Tier braucht sofortiges Eingreifen.
Verhalten & Temperament
Friedlich, etwas scheu; passt in ruhige Gemeinschaften, einzeln oder vorsichtig paarweise. Stört andere selten; frisst methodisch. Wird beim Fressen leicht übertrumpft — keine gierigen oder aggressiven Mitbewohner.
Mitbewohner
Friedliche Meeresfische — Anthias, friedliche Putzerfische, Grundeln, Kardinalfische. Keine aggressiven oder schnellen Fische, die um Futter konkurrieren. Im Riff mit Vorsicht: bevorzugt kleine Wirbellose, kann aber Zierwirbellose oder Korallenpolypen anknabbern — am besten Fisch-only oder Riffe mit Fokus auf Aiptasia-Kontrolle.
Fortpflanzung
Pelagischer Laicher mit planktonischen Larven — nicht in Heimaquarien gezüchtet. Handelsstücke meist aus australischen Gewässern.
Häufige Krankheiten
Hauptherausforderung: Umstellung auf Fertigfutter; viele Verluste durch unzureichende Fütterung. Wie alle Meeresfische anfällig für Meeres-Ich (Cryptocaryon irritans) und Meeres-Samtflecken (Amyloodinium ocellatum) bei Stress. Quarantäne, makellose Wasserqualität — und ein Tier wählen, das du fressen gesehen hast. Mit reifem Becken und Geduld ein eleganter, lohnender Fisch für erfahrene Halter.


















