Granatanemonenfisch
Der Granatanemonenfisch (Amphiprion biaculeatus) ist der größte und aggressivste Anemonenfisch — robust, tiefrot mit markanten weißen oder goldenen Streifen, riffsicher aber temperamentvoll.

Granatanemonenfisch
Der Granatanemonenfisch (Amphiprion biaculeatus), auch Stachelbäckiger Anemonenfisch genannt, ist der größte und durchsetzungsstärkste der Anemonenfische. Sein tief granatroter Körper wird von drei schmalen Streifen durchzogen — weiß in manchen Populationen, leuchtend golden in anderen; letztere sind besonders geschätzt. Robust und voller Charakter ist er ein beliebter, lohnender Anemonenfisch — Größe und Temperament unterscheiden ihn: Weibchen werden besonders groß und territorial.
Den Namen „Stachelbäckig“ verdankt er den kleinen Stacheln auf der Kiemenbedeckung — ein Merkmal, das ihn von anderen Anemonenfischen unterscheidet.
Natürliches Habitat & Herkunft
Amphiprion biaculeatus ist im Indo-Pazifik verbreitet und lebt eng mit Wirtsanemonen — besonders der Blasenanemone (Entacmaea quadricolor) — an Korallenriffen. Ein dominantes Weibchen paart sich mit einem kleineren Männchen; beide verteidigen ihre Anemone vehement gegen Eindringlinge.
Im Aquarium braucht er keine Anemone zum Gedeihen, schätzt aber Gestein und — wenn vorhanden — eine passende Wirtsanemone zum Bonding.
Pflege & Haltung
Stabile Meerwasserbedingungen: Salzgehalt ca. 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, etwa 24–26 °C (75–79 °F). Weibchen erreichen ca. 17 cm (7 Zoll) — deutlich größer als das Männchen; mindestens ca. 115 Liter (30 US-Gallonen). Robust, passt sich an und frisst Aquarienfutter bereitwillig. Nur ein verpaartes Paar oder ein Einzeltier — unverwandte Erwachsene kämpfen.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser; in freier Wildbahn Zooplankton und Algen. Im Aquarium: abwechslungsreiches Futter — Frost-Mysis und Artemia, hochwertige Marine-Pellets und -Flocken, Futter mit Meeresalgen. Kleine Portionen ein- bis zweimal täglich; er frisst leicht und enthusiastisch.
Verhalten & Temperament
Der aggressivste Anemonenfisch — besonders das dominante Weibchen verteidigt sein Revier gegen deutlich größere Fische und beißt mitunter in die fütternde Hand. Nur ein Einzeltier oder ein etabliertes Männchen-Weibchen-Paar; zwei unverpaarte Erwachsene enden meist schlecht. Sein Mut macht ihn unterhaltsam — Mitbewohner müssen zu seinem Temperament passen.
Mitbewohner
Robuste Mitbewohner, die Territorialität aushalten — Doktorfische, größere Putzerfische, Dottybacks und Ähnliches — statt sehr scheuer Fische, die er am Revier schikanieren könnte. Voll riffsicher; Korallen und Zierwirbellose lässt er in Ruhe (außer einer Wirtsanemone, mit der er sich verbinden kann). Keine anderen Anemonenfisch-Arten — er toleriert sie nicht.
Fortpflanzung
Amphiprion biaculeatus gehört zu den amäufigsten züchteten Meeresfischen; Nachzuchten sind weit verbreitet, robust und angepasst. Paare sind protandrisch (dominantes Tier wird Weibchen) und laichen bereitwillig — Eier auf gereinigter Fläche nahe Anemone oder Fels, vom Männchen bis zum Schlupf bewacht. Ausgezeichnete Art für marine Zucht.
Häufige Krankheiten
Robust, aber wie alle Anemonenfische anfällig für Meeres-Ich (Cryptocaryon irritans), Meeres-Samtflecken (Amyloodinium ocellatum) und Brooklynella — besonders bei Stress oder frisch importierten Tieren. Neue Tiere quarantänieren, Wasserqualität stabil halten. Nachzucht wählen, nur Paar oder Einzeltier halten — dann ist er ein robuster, charaktervoller Mittelpunkt im Riff.


















