Regenbogen-Putzerfisch: Halichoeres melanurus
Regenbogenkörper und Schädlingsjäger — vergräbt sich nachts im Sand. Einer der besten Nutz-Putze für Riffbecken.

Regenbogen-Putzerfisch
Der Regenbogen-Putzerfisch, wissenschaftlich Halichoeres melanurus, ist ein atemberaubendes Labridae-Mitglied. Gesuchte Farben und Muster — Grün, Gelb und Blau je nach Licht und Stimmung. Langer Körper und feine Zeichnung; aktive Natur bringt Bewegung ins Meerwasseraquarium.
Putzer und Jäger — durchsucht Substrat nach kleinen Wirbellosen und Algen; kontrolliert Algenwachstum und fördert ein gesünderes Riff. Schönheit und ökologischer Nutzen machen ihn beliebt.
Natürliches Habitat & Herkunft
Indo-Pazifik vom Roten Meer bis Hawaii und Great Barrier Reef. Flache Riffe mit Sand- oder Geröllboden neben Korallen. Klares Wasser, viele Verstecke — Schutz und Nahrungssuche. Reiche Biodiversität prägt Sozialverhalten und Ernährung.
Küstenlagunen und Korallenriffe — anpassungsfähig. Im Aquarium Naturhabitat nachbilden: Platz und Verstecke wie am Riff.
Pflege & Haltung
pH 8,1–8,4, 22–26 °C (72–78 °F), Härte 8–12 dGH. Stabile Werte — Schwankungen stressen und machen krankheitsanfällig.
Mindestens 284 Liter (75 Gallonen). Sandboden zum Graben und Suchen. Lebendes Gestein und Hardscape. Mäßige Beleuchtung.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser — Protein und Pflanzenkost. Flocken oder Pellets plus Frost- oder Lebendfutter: Artemia, Mysis, fein gehackter Tintenfisch oder Fisch. Algenwaffeln oder Spirulina für Verdauung.
2–3-mal täglich; Portionen in wenigen Minuten verzehrt. Futter soll den Boden erreichen — fördert natürliches Suchen.
Verhalten & Temperament
Aktiv und neugierig. Halb-aggressiv beim Revieraufbau — meist friedlich, kann Artgenossen oder Konkurrenten um Futter bedrängen. Untere und mittlere Zone; erkundet Substrat und Fels.
Einzeln oder paarweise oft am besten; größere Gruppen können Territorialstreit auslösen.
Mitbewohner
Kleinere friedliche Fische: Anemonenfische, Grundeln, Demoisfische. Andere Putzer bei genug Platz. Wirbellose wie Garnelen und Einsiedlerkrebse meist ok — größere Arten riskant.
Vermeiden: zu aggressive Fische, ähnlich geformte große Putzer und Drücker.
Fortpflanzung
In Gefangenschaft selten — interessante Laichverhalten in freier Wildbahn. Temporäre Paare in der Laichsaison; Männchen zeigt leuchtende Farben. Größeres Becken, Verstecke, stabile Wasserwerte. Laich oft in der Dämmerung; pelagische Eier.
Häufige Krankheiten
Anfällig für Ich, Meeres-Samtflecken und bakterielle Infektionen. Optimale Wasserqualität durch regelmäßige Wechsel und Parameterkontrolle. Kratzen oder schnelle Kiemenbewegung als Warnsignale. Quarantäne neuer Tiere. Abwechslungsreiche Ernährung stärkt Immunsystem.


















