Mitternachts-Kaiserfisch
Der Mitternachts-Kaiserfisch (Centropyge nox) ist ein tiefschwarzer Zwergkaiserfisch aus dem Westpazifik — robuster Algenfresser, im Riff mit Vorsicht halten.

Mitternachts-Kaiserfisch
Der Mitternachts-Kaiserfisch (Centropyge nox) besticht durch schlichte Eleganz: einheitlich samtschwarzer Körper ohne Markierungen. Wo die meisten Zwergkaiserfische auf leuchtende Farben setzen, fällt C. nox durch Kontrast auf — klare Silhouette vor lebendem Gestein und Korallen. Westpazifischer Rifffisch — Favorit für zurückhaltende, robuste Mittelpunkte in Fisch-only oder sorgsam geführten Riffsystemen.
Trotz dramatischer Optik gehört er zu den zugänglicheren Centropyge-Arten, sobald er frisst und eingewöhnt ist. Reifes Gestein, Weideflächen und ein ausreichend friedliches Becken — wie bei allen Zwergkaiserfischen.
Natürliches Habitat & Herkunft
Centropyge nox vom Ryukyu-Archipel bis Neukaledonien und Great Barrier Reef, westlich bis Indonesien. Korallenreiche Außenriffhänge und gelegentlich Lagunen, ca. 10–70 m (33–230 Fuß). Meist einzeln oder paarweise; kleine Harems möglich.
Viel lebendes Gestein mit Höhlen, stabile tropische Rifftemperaturen, Algen- und Mikrofauna-Flächen zum Picken.
Pflege & Haltung
Stabile Meerwasserbedingungen — Salzgehalt ca. 1,024–1,026, pH 8,1–8,4, etwa 24–26 °C (75–79 °F) — niedriges Nitrat und Phosphat durch Filterung und Wasserwechsel. Mindestens ca. 113 Liter (30 US-Gallonen) bei ca. 10 cm (4 Zoll); mehr Schwimm- und Weideraum ist willkommen.
Reifes lebendes Gestein ist am wichtigsten — Sicherheit und natürliche Nahrungsquelle, bessere Akklimatisierung.
Ernährung & Fütterung
Primär pflanzenfressend — Algen in freier Wildbahn plus Detritus und Mikrofauna. Basis: Kaiserfisch- und Herbivoren-Präparate mit Spirulina und Meeresalgen; Frost-Mysis und angereicherte Mischungen ergänzen. Mehrmals täglich kleine Portionen; natürliches Weiden am Gestein dazwischen.
Gesundes Algenwachstum ist ein Vorteil — sterile Neuanlagen erschweren jede Zwergkaiserfisch-Haltung.
Verhalten & Temperament
Halb-aggressiv und territorial — besonders gegen andere Zwergkaiserfische und ähnlich geformte Konkurrenten. In der Regel nur ein Zwergkaiserfisch pro Becken, außer sehr große Systeme mit getrennten Revieren. Gegenunverwandte Arten meist unauffällig — patrouilliert Fels, duckt sich bei Schreck.
Nach weniger aggressiven Fischen einführen; viele Verstecke beruhigen die Dynamik.
Mitbewohner
Friedliche bis halb-aggressive Rifffische in anderen Nischen: Putzerfische, Grundeln, Schleimfische, Kardinalfische, Anthias, Doktorfische. Keine anderen Zwergkaiserfische in kleinen Becken; keine zu aggressiven oder aufdringlichen Fische.
Im Riff mit Vorsicht — wie die meisten Zwergkaiserfische kann C. nox Korallenpolypen, Muschelmäntel oder Zoanthiden anknabbern; viele Exemplare sind brav, Risiko variiert individuell.
Fortpflanzung
Protogynischer Hermaphrodit — Weibchen werden dominant und männlich; pelagische Laicher mit planktonischen Eiern. Zucht in Spezialanlagen gelegentlich bei Verwandten — nicht praktikabel im Heimaquarium. Handelsstücke aus Wildfang.
Häufige Krankheiten
Recht robust; anfällig für Meeres-Ich (Cryptocaryon irritans) und Meeres-Samtflecken (Amyloodinium ocellatum) bei Stress oder frischem Import. Häufigstes praktisches Problem: Futterverweigerung — Tier wählen, das du fressen gesehen hast, reifes, nahrungsreiches Becken anbieten.
Quarantäne, hohe stabile Wasserqualität, viel Deckung — langes, gesundes Leben für diesen markanten Zwergkaiserfisch.


















