Königin-Angelfisch
Der Königin-Angelfisch (Holacanthus ciliaris) ist ein atemberaubender Meerwasserfisch mit einzigartigem Aussehen und Verhalten.

Königin-Angelfisch
Der Königin-Angelfisch (Holacanthus ciliaris) zählt zu den visuell spektakulärsten Meeresarten in den tropischen Gewässern der Karibik und Teilen des westlichen Atlantiks. Mit seinem auffälligen Blau-Gelb-Muster, dem königsblauen Körper, goldgelben Rändern und dem charakteristischen gelben Ring um das Auge ist er ein begehrtes Highlight in öffentlichen und privaten Meerwasseraquarien. Ökologisch frisst er Algen und Schwämme und trägt so zum Gleichgewicht in Korallenriff-Ökosystemen bei.
In der Aquaristik schätzt man ihn für majestätische Schönheit und dynamisches Schwimmverhalten. Sein imposantes Auftreten und leuchtende Farben machen ihn zum Blickfang – doch Pflege und Beckendynamik erfordern Aufmerksamkeit, damit er sich wohlfühlt.
Natürlicher Lebensraum & Herkunft
Verbreitet in der Karibik – Bahamas, Kuba, Golf von Mexiko – lebt der Königin-Angelfisch in korallenreichen Zonen typischerweise in 10 bis 50 Metern Tiefe. Das Wasser ist klar und warm (25–29 °C). Leicht alkalisch bis neutral (pH 8,1–8,4), Salinität 1,020–1,025. Mäßige Strömung fördert Algen- und Schwammwuchs als Nahrungsgrundlage.
Pflegeanforderungen
Mindestens etwa 470 Liter (125 Gallons) Schwimmraum. Substrat aus Feinsand oder feinem Kies. Live Rock und korallenähnliche Dekoration für Schutz und natürliches Suchen. Temperatur 24–28 °C, pH 8,1–8,4, Salinität 1,020–1,025. Mäßige Beleuchtung, regelmäßige Wasserwechsel und starke Filterung.
Ernährung & Fütterung
Allesfresser: Algen, Schwämme, kleine Wirbellose. Im Aquarium hochwertige Meeresflocken und -pellets, Frost- oder Lebendfutter. Spirulina-Flocken oder Algenblätter ergänzen. Mehrmals täglich kleine Portionen statt einer großen Mahlzeit. Gelegentlich Fleischiges wie Mysid-Shrimps, Artemia oder andere kleine Wirbellose.
Verhalten & Temperament
Mutig und neugierig, halbaggressiv – besonders gegenüber Artgenossen und ähnlich aussehenden Fischen. Einzelhaltung oder wenige sorgfältig gewählte Mitbewohner je nach Beckengröße. Mittlere bis obere Wasserschicht. In freier Natur teils Schwarmverhalten; im Aquarium braucht er Territorium ohne Überbesatz.
Mitbewohner
Größere friedliche Arten: Doktorfische, Kaninchenfische, bestimmte Lippfische, Trigger, Papageifische, größere Demoisellen. Keine kleinen, langsamen oder angelfischähnlichen Arten – Clowns, Schleimfische oder andere Angelfische können Stress oder Aggression auslösen.
Zucht
Monogame Laicher mit aufwendigem Balzritual. Naturnahe Bedingungen: stabile Wasserwerte, Temperatur, Licht und Platz. Männchen und Weibchen balzen bei Tagesanbruch; befruchtete Eier schweben zur Oberfläche und können in einem separaten Aufzuchtbecken besser überleben.
Häufige Krankheiten
Anfällig für Ich (Cryptocaryon irritans), Marine Velvet (Amyloodinium ocellatum) und bakterielle Infektionen. Schlechte Wasserqualität, Stress und Mangelernährung verschlimmern das. Regelmäßige Wasserwechsel, Quarantäne neuer Fische und hochwertige Ernährung stärken die Abwehrkräfte.


















